Seite aktualisiert am 12. 8. 2007
THERMOCHEMIE
Der Ziegenhirt in der Zone
Dokumentation eines Misserfolgs

Vorbereitung vom Montag, den 6. August bis Mittwoch, den 15. August und Events (fürs Publikum) vom 16. - 18. August in Stilfser Brücke 23a beim Kultur- und Kunstverein Verein "die Rosschaukel":
1) Ausstellung auf der Terrasse von Heidrun Oberegger, freie Künstlerin aus Bozen zum Thema "in ihrer Welt Thermo - Thermalbäder und nicht nur - Physik sowieso - und Chemie."
2) Ausstellung im Marmorkeller von Marlies Richter, Professor für Kunst aus Köln "meine Gesichter begleiten mich überall."
3) Ein 5 x 5 Meter großes Bild auf dem Betondach der Küche, gemalt von Daniel Oberegger, freier Künstler, Musiker und Literat in aus Bozen zum Thema "Thermochemie", unsere thermochemische Welt mit globaler Erwärmung und globaler Bedrohung und Herausforderung bei immer kühler und distanzierter werdenden zwischenmenschlichen Beziehungen. Bei der Enthüllung des Bildes wird die Komposition des Künstlers "steigender Augenblick", uraufgeführt beim Festival für zeitgenössische Musik 2007 in Bozen, erklingen.
4) Die Portraitmalerin Trude Saltuari ist während der Vorbereitungszeit und während den Vorstellungen anwesend und dokumentiert mit ihren Portraits das Kulturevent.
5) Die Fremdenführerin Frau Dr. Simona Nardi, Kunstexpertin, im Moment in Schloss Tirol als Kunstführerin tätig, wird vom 16. bis zum 18. August Kunstführungen für das Kunstpublikum durchs Kunstgelände machen.
6) Frau Dr. Dr. Manela Kerer, Komponistin, beteiligt sich in der Vorbereitungsphase für die Klanginstallationen.
7) Guido Moser, Kultur- und Theatermacher bereitet ein Performance- Freilichttheater "Der Ziegenhirt in der Zone - Dokumentation eines Misserfolges" mit den anwesenden Künstlern vor, welches am 16., 17. und 18. August um 19 Uhr im Freilichtgelände der Rossschaukel aufgeführt wird.
8) Frau Dr. Silvia Morandi, Tanztherapeutin, arbeitet als Tanz- und Theratertherapeutin die ganze Zeit mit.
9) Ab 21 Uhr gibt es jeweils nach den Aufführungen ein Encountertreffen (Begegnung mit dem Publikum) zwischen Literatur und Musik.
10) Ein jugendlicher Kameramann, Manuel Pitschiller, aus dem Grödental hält die Events in einer filmischen Dokumentation auf Video fest.
Das ganze Event wird fotographisch, filmisch und literarisch dokumentiert. Geplant ist ein Buch.
Die anschließende Kunst- und Kulturwerkstatt für Kinder vom 20.
- 25. August in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule URANIA Meran greift
dieselben Argumente und Themen kindgerecht nach dem personzentrierten Ansatz
von C. Rogers auf und entwickelt sie weiter, es entsteht eine Kindertheateraufführung
mit Ausstellung für Eltern und alle Interessierten, am 25. August,
16 Uhr.
Zeit: 16., 17. und 18. August 2007 um 19 Uhr
Die Zone ist ein maximaler Theaterraum – magisch, existentiell
und realistisch.
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Thermochemie Der Ziegenhirt in der
Zone Dokumentation eines Misserfolgs Probenzeit vom
6. bis 15. August 2007 Die
Zone ist ein maximaler Theaterraum – magisch, existentiell und realistisch.
Ausschlaggebend sind die Zustände und Spannungen, die in Interaktionen
zwischen Ort und Spielern entstehen. Auch die Handlung entsteht während
des Prozesses. Mitmachen
kann jeder, der sich künstlerisch ausdrücken kann und einbringen. In
der Vorbereitung treffen sich die Spieler vom 6. – 15. August. Wir leben
in dieser Zeit 24 Stunden pro Tag zusammen und gehen körperlich, emotional
und geistig in diese Theaterwelt und Zone hinein. Das
Theaterstück entspricht nicht dem üblichen Verständnis von Theater,
sondern ist im Auf- und Umbruch, im Spüren der Zeit und dessen, was
im Moment geschieht. Thermochemie
steht für unsere thermochemische Welt mit globaler Erwärmung und globaler
Bedrohung und Herausforderung bei immer kühler und distanzierter werdenden
zwischenmenschlichen Beziehungen.
Jede(r) TeilnehmerIn sucht sich einen von den angebotenen individuellen
Räumen für seine konkrete Arbeit. Es ist möglich, einen Platz einmal
zu wechseln, mehr nicht: -
Bei der Samuel- Beckett- Hütte: Als
konkrete Arbeit dazu wird ein Stück
Erde umgestochen, um ein schwarzes Erdrechteck zu erhalten – von
jeder Pflanze frei. Literatur
zum Arbeiten: Beckett, das letzte Band. - Teestation beim Trafoier
Trafoierbach am Hang. Als
konkrete Arbeit dazu: Kräuter werden gesucht und getrocknet, es wird
täglich Tee gekocht. Literatur
zum Arbeiten: Kräuterbuch zur Kräuterbestimmung. -
Das Steintürmchen beim Schloss von Franz Kafka. Zum
bereits bestehenden Schloss von Kafka wird mit der Trockenmauertechnik
ein rechteckiger Steinturm mit Steinen aus dem Wald aufgestellt. Literatur
zum Arbeiten: „das Schloss“ von Kafka. - Zebras bei der Steinbruchhütte. Errichtung
einer Mauer mit Mörtel, Steinen
und Betonfundasment. Literatur
zum Arbeiten: Dai Sije: „Die kleine chinesische Schneiderin“. -
Himbeerzeile bei Afrika. Die
Himbeerzeile wird gepflegt und Gartenarbeit
in Verbindung zu Afrika. Literatur
dazu noch offen. -
Klassisches Theater Klassische Theatertexte, Märchen, Pantomime, Puppentheater und Tanz, Zirkus,
Eurythmie usw. – Arbeit zur genauen Wiederholbarkeit. Literatur
dazu: Shakespeare, Wilhelm Busch, Märchenbücher, Zirkus- und Clownbücher. - Keller,
theatralische Abstraktionen zur Objekt- und Bildkunst. Konkrete Arbeit dazu:
weißer Marmorskart wird mit Kübeln und
Schubkarren vom Lagerplatz in den Keller transportiert. Literatur dazu: Neal
Stephenson: „Cryptonomicron“. - Diskussion als Negation
und Opposition zu allen anderen Punkten im Steinloch. - Der Holzarbeiter – Holzarbeit: 5 Meter Brennholz wird mit Hand- oder
Motorsäge und Hacke zerkleinert und fachgerecht in der Holzschupfe gekastelt. Literatur dazu: Thomas
Bernhard: „Holzfällen“ - Der Koch bekommt als Literatur neben Kochbüchern Gedichte von N. C. Kaser. NB: Jeder kann selbstverständlich
eigene Literatur mitbringen, aber sie muss einen Bezug zur „Thermchemie“
und der jeweiligen konkreten Arbeit haben. |
Genereller Tagesablauf: Um
10 Uhr ist das Frühstück abgeschlossen, es beginnt die individuelle
Arbeit bis 12 Uhr. 12
– 14 Uhr: Mittagessen und Mittagspause 14
– 17 Uhr: Wieder individuelle Arbeit 17
- 21 Uhr: Encounter auf der großen Bühne, mit dazwischen Abendessen,
alle treffen sich und arbeiten zu Musik und Text. Ab
21 Uhr: Encounter auf der Kompositions- und Literaturterrasse statt,
in Form von Texten zur Thermochemie, der Ziegenhirt in der Zone, Dokumentation
eines Misserfolgs, Textarbeit. Für
alle Scheibarbeiten ist der Chronist die Bezugsperson. Er dokumentiert
den Prozess und arbeitet dramaturgisch. Eigene
Theatertexte werden in der Bibliothek handschriftlich verfasst. Berichte,
Dokumentationen, Protokolle werden im Protokollistenraum auf der elektronischen
Schreibmaschine unter der Terrasse geschrieben. Tägliches kollektives
Schweigen unterm Bretterboden der Werkstatt. Der junge, alte und
unsichtbare Ziegenhirt hat
absolute Freiheit und überall unbeschränkten Zugang. Er ist für Regie
und Gesamtprobenablauf zuständig. Geladene Künstlergäste: Lisl Saltuari bemalt
den Kamin auf dem Dachboden Trude Saltuari skizziert
Leute und Orte zum Theaterprozess Heidrun Oberegger arbeitet
an ihrer Ausstellung Eintreffende Gäste
sind immer willkommen und werden vom Ziegenhirt während der Probenzeit
einer Arbeit zugeteilt. Programm vom 6. bis 18. August 2007
Thermochemie Der Ziegenhirt in der
Zone Dokumentation eines Misserfolgs Info: Tel: 349 6187930 + 0471
285585 Bei Regen: Regenmantel
oder Schirm mitbringen.
Veranstaltungsprogramm
vom Donnerstag 16. Freitag 17. und Samstag 18. August: Täglich
16 Uhr: Begegnung
vor der Küche Begegnung
mit der Künstlerin Trude Saltuari Oberegger, Skizzen zur Thermochemie,
der Ziegenhirt in der Zone, Dokumentation eines Misserfolgs. Täglich
17 Uhr: auf der Kompositions- und Literaturterrasse: Heidrun
Oberegger – Künstlerin und Malerin in ihrer Welt Thermo – Thermalbäder
und nicht nur – Physik sowieso – und Chemie. Bilder und Musik auf antiken Instrumenten, von der Künstlerin selbst
gespielt, Gespräche mit der Künstlerin.
Täglich
19 Uhr: Theateraufführung
„Thermochemie“ in Stilfser Brücke 23a: Erste Szene: Das Küchendach
– ein Bild von Daniel Oberegger mit trikordaler Musik. Zweite Szene: Bei der Samuel-
Beckett- Hütte – „Das was ich heute Abend sagen wollte, ist, dass die
Dunkelheit, gegen die ich ein Leben lang ankämpfte, in Wirklichkeit
mein Bestes war.“ Dritte Szene: Teestation beim
Trafoier Trafoierbach am Hang Nächste Szene: Das Steintürmchen
beim Schloss von Franz Kafka Übernächste Szene: Zebras
bei der Steinbruchhütte Neunte oder achte Szene: Ein
Schluck Wasser für die Himbeerzeile bei Afrika Große Szene: Die große Bühne
– die Welt könnte unbewohnt sein Letzte Szene: Der Bühnenvorhang
wird aufgemacht Ein
Glas Wein im Keller, Ende
vom Theater Bericht der Dokumentation
des Chronisten unterm Bretterboden der Werkstatt. Der
aktive Encounterbeitrag zwischen Publikum und Künstlern findet ab 22
Uhr auf der Kompositions- und Literaturterrasse statt, in Form von Texten
zur Thermochemie, der Ziegenhirt in der Zone, Dokumentation eines Misserfolgs. Ca.
23 Uhr: Der
Holzarbeiter schließt das Tor. Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. |