|
News
Angebote
und Kurse
Zu
meiner
Person
Pfeiferhaus
Feldenkrais
Bildung
und Beratung
nach C. Rogers
Theater/
Masken/Clowns
Kindertheater,
Kinderprojekte
Internationale
Kulturtreffen
Texte
Video/Kataloge
Daniel
Oberegger
Kontakt
Pagina in
italiano

News
Angebote
und Kurse
Zu
meiner
Person
Pfeiferhaus
Feldenkrais
Bildung
und Beratung
nach C. Rogers
Theater/
Masken/Clowns
Kindertheater,
Kinderprojekte
Internationale
Kulturtreffen
Texte
Video/Kataloge
Daniel
Oberegger
Kontakt
Pagina in
italiano

|
Aktualisiert am 23. 5. 2006
Carl Rogers, Humanpsychologe
Granitsplitter:
Incontro centrato sulla persona
Granitsplitter:
Cibernetica con testi e suoni
Carl Rogers und sein personzentrierter
Ansatz
"Am Anfang
steht nicht ein ethischer Entschluss
oder eine große Idee, sondern die Begegnung mit einem Ereignis,
mit einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine
entscheidende Richtung gibt."
PAPST BENEDIKT XVI
Carl Ransom Rogers, geboren am 8. Januar 1902 in Oak Park, Illinois (einem
Vorort von Chicago); gestorben am 4. Februar 1987 in La Jolla, Kalifornien)
war Universitätsprofessor, Psychotherapeut und Begründer seiner
berühmten personzentrierten Beratung und Psychotherapie, die auf
den drei Grundhaltungen: bedingungslose Wertschätzung, Empathie und
Kohärenz beruht.
Wenn diese drei Grundhaltungen konsequent vom Berater gelebt sind, führt
das zu einer natürlichen Gleichwertigkeit zwischen Berater und Klient,
d.h. jede Form von hierarchischen Abhängigkeiten oder direktiven
Lenkungen verschwindet. Der Aktualisierungsprozess wird von Berater und
Klient gemeinsam durchlaufen.
Unter "Aktualisierungstendenz" versteht Rogers die jedem Menschen
inne wohnende Eigenschaft, sich unter günstigen Bedingungen zum Besseren
weiter zu entwickeln.
Die von einem humanistischen Menschenbild geprägten Arbeiten Rogers'
wirken in viele Bereiche der angewandten Psychologie, Soziologie, Pädagogik,
sozialen Arbeit, Seelsorge und Medizin hinein. Insbesondere geht auf ihn
die Entwicklung der Gesprächstherapie und Gesprächsführung
zurück.
Rogers legt besonderen Wert auf Begegnung im voll-menschlichen Sinn -
d.h. unter Einschluss der emotionalen Ebene, der nonverbalen Äußerungen
(die Sprache des Körpers), des gegenseitigen prinzipiellen Wohlwollens
(bedingungslose Akzeptanz und Wertschätzung).
Auf seinen Arbeiten bauen die Encounter-Bewegungen (Begegnungsgruppen)
und Gespräche auf, sowie jene Definition von "Gefühl",
die zu Empathie, also einer Haltung verstehenden Zuhörens führt:
ich öffne in mir jene Teile und Gefühle, die der andere gerade
spürt und entwickle so im wahrsten Sinne des Wortes ein "Mit-
Gefühl", Mitleiden heißt Leid teilen.
Im personzentrierten Ansatz konnte ich miterleben, wie der Klient nicht
nur den Inhalt, sondern auch die Form selber bestimmen konnte. Die anderen
Gruppenteilnehmer waren nur behilflich, wenn die Hilfe gebraucht wurde.
Der Neurowissenschaftler Vilayanur Ramachandran entdeckte vor Jahren
die so genannten "Spiegelneuronen" in Gehirn. Das sind Nervenzellen,
die bei Bewegungen des Körpers, aber auch bei der Beobachtung von
Handlungen anderer Menschen aktiv sind. Beim passiven Betrachter werden
sie so aktiviert, als handle er selbst und sie bilden somit die Grundlage
für die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen
und mitzufühlen, bzw. ihre Absichten verstehen zu können. Es
sind sozusagen Empathie- Zellen, da sie die Barriere zwischen mir und
meinem Gegenüber auflösen. Unser Einfühlungsvermögen
ist somit keineswegs irgendein abstraktes Konstrukt, es ist im Gehirn
neurologisch verankert.
Die künstlerische Dimension (Theater, Ausdruck durch Malerei, Skulptur,
Literatur, Musik
) spielt bei Rogers immer eine wichtige Rolle, da
der Mensch nicht von einem diagnostischen, verhaltensbedingten, objektiven
Ansatz (vorhersehbar, messbar, abgeschlossen) gesehen wird, sondern als
Mensch mit subjektivem, schöpferischem, kreativem Potenzial (unvorhersehbar,
rätselhaft, nicht austauschbar) das sich oft gerade durch die Ressourcen,
die im Konflikt stecken, äußert und durch das sich der Mensch
zum Besseren aktualisieren kann.
Carl Rogers schrieb motivierende Bücher, hielt Vorträge und
vieles mehr. Zu seinen Nachfolgern zählen u.a. Peter F. Schmid und
Friedemann Schulz von Thun - beide auch Autoren bekannter Fachbücher.
Peter Schmid ist Begründer der Akademie für Beratung und Psychotherapie
IPS - Institut für Personzentrierte Studien der APG und Begründer
der Zeitschrift PCEP - Peraon-Centered & Experiential Psychotherapies
(Zeitschrift des Weltverbandes für Personzentrierte und Experienzielle
Psychotherapie und Beratung); und der Zeitschrift "PERSON" -
Internationale Zeitschrift für Personzentrierte und Experienzielle
Psychotherapie und Beratung.
Meine persönliche Bibliographie zu diesem Themenbereich
"Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden
wir erst."
ERNST BLOCH
Carl R. Rogers / Peter F. Schmid: Person-zentriert Grundlagen von Theorie
und Praxis Mit einem kommentierten Beratungsgespräch von Carl R.
Rogers Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz ISBN 3-7867-1561-0
IDENTITÄT BEGEGNUNG KOOPERATION Person-/Klientenzentrierte Psychotherapie
und Beratung an der Jahrhundertwende GwG-Verlag
Carl R. Rogers: Therapeut und Klient Grundlagen der Gesprächspsychotherapie
Geist und Psyche Fischer ISBN 3-596-42250-7
Peter F. Schmid: Personale Begegnung Der personzentrierte Ansatz in Psychotherapie,
Beratung, Gruppenarbeit und Seelsorge ISBN 3-429-01243-0
Peter F. Schmid: Personzentrierte Gruppenpsychotherapie - Ein Handbuch
- 1. Band: Solidarität und Autonomie Edition Humanistische Psychologie
ISBN 3-926176-60-1
Peter F. Schmid: Personzentrierte Gruppenpsychotherapie in der Praxis
- Ein Handbuch - 2. Band: Die Kunst der Begegnung Mit einem Beitrag von
Carl R. Rogers JUNFERMANN ISBN 3-87387-245-5
P. FRENZEL, W. W. KEIL, P. F. SCHMID, N. STÖLZL (hg.): Klienten-/Personzentrierte
Psychotherapie - Kontexte, Konzepte, Konkretisierungen Bibliothek Psychotherapie
Band 8 FACULTAS ISBN 3-85076-481-8
Peter F. Schmid / Werner Wascher: TOWARDS CREATIVITY EIN PERSONZENTRIERTES
LESE - & BILDERBUCH ISBN 3-901100-37-7
Peter F. Schmid: Theater Personalisation oder Mephisto wird Supervisor
Wien, 20. Mai 2000
Peter F. Schmid: Anspruch und Antwort, Personzentrierte Psychotherapie
als Begegnung von Person zu Person. Dieser Aufsatz ist Wolfgang M. Pfeiffer
zu seinem 80. Geburtstag in Verehrung und Dankbarkeit gewidmet.
Peter F. Schmid: Kunst und Person - Kunst als Ausdruck und Begegnung /Artikel
Kunst
Peter F. Schmid: 25 Jahre Austria Programm- Der Personzentrierte Ansatz
als persönliches und politisches Programm einige Lernerfahrungen
/ Impulsreferat im Rahmen des 7. Theorie-Workshops des IPS. "Der
Personzentrierte Ansatz - eine kritische Bilanz", Großrußbach,
1.Juni 2003
Peter Frenzel / Peter F. Schmid / Marietta Winkler (Hrsg.): HANDBUCH DER
PERSONZENTRIERTEN PSYCHOTHERAPIE, mit einer Einleitung von Carl R. Rogers
Edition Humanistische Psychologie ISBN 3-926176-44-X
Thomas Slunecko, Gernot Sonneck (Hrsg.): Einführung in die Psychotherapie
UTB FÜR WISSENSCHAFT Facultas ISBN 3-8252-2085-0 (UTB)
Brian Thorne & Elke Lambers: Person-Centred Therapy A European Perspective
ISBN 3- 76195154 7
Carl R. Rogers: Der neue Mensch Klett-Cotta ISBN 3-608-95230-6
Client Centered and Experiential Psychotherapy vale vale editores ISBN
3-972 8652 01 1
Herbert Goetze: Handbuch der personzentrierten Spieltherapie Hogrefe ISBN
3-8017-1334-2
Gill Wyatt (editor): ROGERS' THERAPEUTIC CONDITIONS: EVOLUTION, THEORY
AND PRACTICE PCCS Books Volume3 ISBN 1 898059 31 4
On becoming a person ISBN 3-608-95197-0
Person-Centered & Experiential Psychotherapies, Volume5 Number1 Spring2006
Viola Spolin: Improvisationstechniken für Pädagogik, Therapie
und Theater Verlag Junfermann ISBN 3-87387-209-9
Keith Johnstone: THEATERSPIELE Alexander Verlag ISBN 3-89581-001-0
Keith Johnstone: IMPROVISATION UND THEATER Alexander Verlag Berlin ISBN
3-923854-67-6
Augusto Boal: Theater der Unterdrückten Suhrkamp 891011-0100
CLOWNSZEIT Dein Lächeln braucht dich / Clinikclown Broschüre
KunstStücke Demenz "Erinnern und Vergessen" Katalog zum
Festival mit dem Projekt mit der Mutter
Harad Weinrich: Lethe Kunst und Kritik des Vergessens C.H.Beck ISBN 3
406 45647 2
James Hillman: Die Heilung erfinden, eine psychotherapeutische Poetik
Schweizer Spiegel Verlag ISBN 3-7270-1218-8
James Hillman: Vom Sinn des langen Lebens, wir werden, was wir sind Kössl
ISBN 3-466-34430-1
Nicolas Pethes / Jens Ruchatz (Hg.): Gedächtnis und Erinnerung -
ein interdisziplinäres Lexikon ro ro ro ISBN 3-499 55636 7
Frank Schirrmacher: DAS METHUSALEM-KOMPLOTT Blessing ISBN 3-89667-225-8
Niemand sein - das Selbst als Muster und Mythos Philosophie heute - Philosophie
des Geistes II WDR III 08.12.1996
James Hillman /ichael Ventura: Hundert Jahre Psychotherapie - und der
Welt geht´s immer schlechter ISBN 3-530-36651-X
Ken Wilber: EROS KOSMOS LOGOS Eine Jahrtausend-Vision Spirit ISBN 3-59614974-9
Carl R. Rogers: Die klientenzentrierte Gesprächs-psychotherapie,
Geist und Psyche Fischer Taschenbuch Verlag ISBN 3-596-42175-6
Carl R. Rogers: Die nicht-direktive Beratung, Geist und Psyche Fischer
ISBN 3-596-42176-4
Eugene T. Gendlin: Focusing - Technik der Selbsthilfe bei der Lösung
persönlicher Probleme Otto Müller Verlag Salzburg ISBN 3-7013-0617-6
Eugene T. Gendlin / Johannes Wiltschko: Focusing in der Praxis, eine schulenübergreifende
Methode für Psychotherapie und Alltag Leben lernen 131 pfeiffer bei
Klett-Cotta ISBN 3-608-89679-1
Eugene T. Gendlin: Dein Körper - Dein Traumdeuter Otto Müller
Psychologie ISBN 3-7013-0725-3
Lee Strasberg: Schauspieler Seminar 9. -22. Januar 1978 aus Tonband-Protokollen
ausgewählt, zusammengestellt und mit anderen Texten ergänzt.
PERSON Internationale Zeitschrift für Personzentrierte und Experienzielle
Psychotherapie und Beratung 2/2004 8. Jahrgang facultas Universitätsverlag
ISSN 1028-6837
PERSON 2/2002 6. Jahrgang facultas Universitätsverlag ISSN 1028-6837
PERSON 12005 9. Jahrgang facultas Universittsverlag ISSN 1028-6837
PERSON 2/2001 5.Jahrgang Schwerpunkt: 100 Jahre Carl Rogers
Peter Frenzel (Hrsg.): Selbsterfahrung als Selbsterfindung, personzentrierte
Psychotherapie nach Carl R. Rogers im Lichte von Konstruktivismus und
Postmoderne ISBN 3-89073-499-5
Leonard Nelson: Die sokratische Methode Verlag Weber, Zucht & Co ISBN
3-88713-7
James P. Carse: Endliche und unendliche Spiele: Die Chancen des Lebens
Klett-Cotta
Franz Kafka: Das Schloss S. Fischer ISBN 3-10-038170-X
PCFP Volume2 Number 2 Summer 2003 Pccs Books
Hans-Ludwig Freese: Kinder sind Philosophen Quadriga ISBN 3-88679-178-5
Lena Adami / Guido Moser "Unterwegs" Texte aus dem Projekt im
Vinschgau "Jahreszeiten - Lebenszeiten" Herausgegeben KVW Südtirol
Lena Adami / Guido Moser: Irgendwann und anderswo "Ich erzähle
und schreibe meine Geschichte(n)" Erzähl- und Schreibwerkstatt
des KVW Südtirol
Wolfgang Rothe: Kafka in der Kunst Belser Verlag ISBN 3-7630-1675-9
Hans Paul Fiechter: Das Rätsel Kafka, Erkundungen im "Schacht
von Babel" Urachhaus ISBN 3-8251-7070-5
Walter Schulz: Philosophie in der veränderten Welt Neske ISBN 3-7885-0047
6
Max Frisch: Tagebuch 1966-1971 suhrkamp taschenbuch
Max Frisch: Der Mensch erscheint im Holozän suhrkamp 10 11 - 94 93
Hartmut von Hentig: Bildung Hanser ISBN 3-446-18751-0
Kunst und Künstler - Studien zur Genese und Entwicklung des Schaffensdranges
von Otto Rank
Fernando Pessoa: Das Buch der Unruhe Ammann Verlag ISBN3-250-10025-0
Kaspar Hauser Der Mensch- der Mythos- das Verbrechen Urachhaus
Johannes Trithemius: DE LAUDE SCRIPTORUM Mainfränkische Hefte Heft
60 1973
Der letzte Kontinent, Bericht einer Reise zwischen Kunst und Wahn, ein
Bilder- und Lesebuch mit Materialien aus dem Waldau-Archiv 1997 Limmt
Verlag 3 85791281 2
Weltsichten - Beiträge zur Kunst behinderter Menschen Edition TIAMAT
ISBN 389 3200 509
Erich Schützendorf: Biotope und Schleusen im Meer der Ver-rücktheit
Herausgeber: Diakonisches Werk Rheinland, 2000
Stellage - das offengelegte Verborgene - Katalog zur Ausstellung im Kulturhaus
"Karl Schönherr", Schlanders 22. - 28. Mai 1997
Kaspar Hauser - das Kind von Europa in Wort und Bild, dargestellt von
Johannes Mayer und Peter Tradowsky URACHHAUS ISBN 3-878383851
DU- Heft nr.8 August 1996: Am Anfang war die Kunst: Die ersten Schritte
des Menschen
Was für ein Volk seine Kultur
ist, ist für den einzelnen seine Bildung
"Wir neigen dazu, uns ein Bildnis vom anderen zu machen.
Wir halten nicht aus, dass der andere unbestimmbar ist - nur die Liebe
erträgt es, dass ihr Gegenstand nicht festlegbar, ohne Bestimmung
und sie selbst darum vielleicht sinnlos ist. Das Bildnis trägt die
Züge unserer Angst und unserer Wünsche."
Max Frisch
Die Menschenbilder gehen vom homo sapiens zum homo ludens oder faber
oder creator oder sociologicus, vom ewig jungen, leidlosen, sexuell aktiven
Freizeit- und Abenteuermenschen bis zum abgeklärten Weisen, vom homme
ex machina zum Übermenschen - der Mensch ist etwas, das überwunden
werden muss - vom Wesen, das von Natur aus gut ist bis zum Wesen, das
von Grund auf böse ist.
Was muss ein Mensch wissen und können, um in der heutigen Welt zu
bestehen? In unserer Kultur macht uns nicht der Mangel an Lebensmitteln,
sondern der Mangel an Lebenssinn und Lebensaufgaben zu schaffen.
Moderne Bildung im weitesten Sinn gibt dem Menschen die Werkzeuge in
die Hand, um eine Person zu sein, die zu prüfen versteht, was sie
tut und das zu tun wagt, was sie als notwendig erkennt: Im Gespräch,
in der Aufmerksamkeit für andere Menschen, im Spiel der Einbildungskraft,
in der Empfänglichkeit für Musik, für die Schönheit
der Dinge, für die Rätsel und Wunder der Welt bildet sich der
Mensch, und alle Menschen sind dieser Bildung bedürftig und fähig.
Das Ziel ist die auf Einmaligkeit statt auf Vergleichen fußende,
sich selbst bestimmende, als solche die Menschheit bereichernde Individualität,
die beispielsweise den Arbeitsplatz in einen Erfahrungs- und Lebensraum
umwandeln kann.
Die damit verbundene Änderung der Persönlichkeit ist nicht
ein Sich- Ändern ins Bessere oder Schlechtere, Unpersönlichere
oder Systematischere, Härtere oder Anspruchsvollere, sondern in ein
ganz anderes.
Bildung, Kompetenz und Verständnis der Welt zeigt sich konkret,
auf den einzelnen Menschen mit seiner Geschichte zugehend, im Ausdruck,
der Mitteilung, in der Vorstellungskraft und im Erfindungsgeist, im Gespür
für Kommunikationsformen zu andren Kulturen, im Zusammenspiel von
Autonomie in Solidarität beim einzelnen Individuum, und so ist Bildung
eine Antwort auf Orientierungslosigkeit.
Kinder lernen so leicht, weil sie immer nur hinzu lernen. Der Erwachsene
muss mit fast jedem neuen Lernen früher Gelerntes verlernen oder
verändern. Indem aber nicht das eine zum anderen addiert wird, sondern
das eine durch das andere betrieben wird, öffnen sich neue Erfahrungsräume.
Das geschieht, wenn Bildung den einzelnen zum Subjekt seiner Handlungen
macht: Durch Geschichten, wo alle Archetypen und Hauptthemen, die das
menschliche Gemüt seit jeher beschäftigt haben, auf vielfältigste
Weise behandelt werden, durch das Gespräch, bei dem man sich auf
sokratische Weise der Wahrheit nähert, durch Naturerfahrung, Kunst
- Musik wie bildende Künste - die vor allem bildet, wenn man sie
selbst ausübt und Theater, das vielleicht machtvollste Bildungsmittel,
das wir haben: ein Mittel, die eigene Person zu überschreiten, zur
Erkundung von Menschenschicksalen und zur Gestaltung gewonnener Einsichten,
eine Möglichkeit, sich die Welt über subjektive Anverwandlung
wie objektive Feststellung anzueignen und zur Erschaffung einer eigenen
Welt.
|