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Aktualisiert am 3. 2. 2011
Wozu Focusing?

Guido Moser: Focusingtherapie und -beratung
Stellen wir eine gute Beziehung zu unserem inneren Erleben her.
Unsere Entscheidungen werden stimmiger.
Wir gelangen zu neuen Einsichten.
Das, was wir schon ahnen, kann klarer und in Sprache gefasst werden.
Verbinden wir Kopf und Bauch.
Schulen wir unsere Intuition.
Fördern wir gezielt unsere Kreativität und unterstützen kreative Prozesse.
Schulen wir unsere Fähigkeit zur Empathie.
Zentrieren wir uns und leben mehr aus unserer Mitte heraus.
Lernen wir einen spielerischen Umgang mit Konzepten.
Lernen wir, Gefühle wahrzunehmen und heilsam mit ihnen umzugehen.
Schulen wir unsere emotionale Intelligenz.
Vertiefen und ergänzen wir unsere Meditationspraxis.
Finden wir einen natürlichen, religionsfreien Zugang zur Spiritualität.
Weiter unten auf dieser Seite befindet sich der Artikel "Körper und Grenzen bei Jugendlichen
ein personzentrierter Ansatz für Arbeit mit Jugendlichen" als Beispiel für Beratung und Focusing
Carl Rogers, Humanpsychologe
Begründer des personzentrierten Ansatzes |

Eugene Genlin, Psychotherapeut und Philosoph
Begründer von Focusing
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Einführung in Focusing von Eugene Gendlin, dem Begründer,
in zwei Teilen:
Guido Moser
Focusingberatung und -therapie,
Personzentrierte Beratung und Gesprächsführung
Bewältigung von Lebensproblemen und Krisen
Ausbildner für b.f.l. - angewandtes Feldenkrais,
Sozial- und Lebensberatung
Einzel- und Kleingruppenarbeit
Feldenkrais- Gesund sein heißt beweglich bleiben
Geschmeidigkeit, Kraft und Leistungsfähigkeit
Personzentrierte Beratung und Gesprächsführung
Bewältigung von Lebensproblemen und Krisen
Die personzentrierte Lebensberatung bietet:
- Hilfestellung bei persönlichen Problemen und Krisen
(Selbstkonfrontation, Partnerschaft, Ehe, Familie - Beruf, Ausbildung,
Arbeit, Institutionen)
- Hilfestellung und Unterstützung bei Entscheidungsschwierigkeiten,
Klärungsfragen, Orientierungsanliegen, Bewältigungsproblematiken,
Sinn- und Existenzfragen
- Ermutigung zu veränderten Erfahrungen in neuen
Lebenssituationen
- Interkulturelle, pädagogisch- therapeutische Beratung
(Schul, Jugendliche und Kinder)
- Supervision und Couching
Focusingberatung und -therapie
Focusing ist eine Form nach innen gerichteter körperlicher
Aufmerksamkeit: seelische Prozesse und Blockaden bewusst machen. Wir richten
dabei unsere Aufmerksamkeit auf das Gefühl in unserem Körper,
das zu jedem Thema auftauchen kann.
Focusing wurde von Gene Gendlin entwickelt, der als Professor für
Philosophie und Psychologie und Nachfolger von Carl Rogers an der
Universität von Chicago lehrt.
In vielen Ländern gibt es bereits Menschen, die miteinander Partnerschaftliches
Focusing praktizieren. Die Partner betreiben gegenseitig jeweils eine
halbe Stunde lang Focusing. Diese Zeit wird dazu verwendet, an dem zu
arbeiten, was den Partner zur Zeit am meisten beschäftigt. Das können
innere Erlebnisse oder persönliche Schwierigkeiten, Versuche der
persönlichen Weiterntwicklung oder kreative Projekte sein - was immer
gerade am wichtigsten ist.
Der/die Focusing-Begleiter/in gibt allem, was in der fokussierenden Person
auftaucht, Raum. Sie begleitet es absichtslos und ist bereit, von der
fokussierenden Person zu lernen, wie diese begleitet werden möchte
bzw. was deren Erlebensprozess unterstützt. Nach einer halben Stunde
werden die Rollen ausgetauscht.
Das Aufregende und Besondere ist, dass das Partnerschaftliche Focusing
ein neues Beziehungsmodell kreiert. Eine neue Beziehungserfahrung wird
ermöglicht, in der das Raumgeben für persönliche Entwicklungsschritte
unabhängig ist von professionellen (z.B. Psychotherapie) oder intimen
Beziehungen (Ehe, Partnerschaft), da es sogar funktioniert, wenn der Begleiter
das Thema oder Anliegen seines Partners gar nicht kennt. Die Achtung vor
dem Anderen und der eigenen Person steht an erster Stelle.
Focusing
- eine heilsame Beziehung zu sich selbst
- Körperliches Wohlbefinden
- Freiraum schaffen und Streß verwandeln
- Sich jederzeit entspannen können
- Die innere Welt entdecken
- Innere Klarheit finden und eigene Ressoursen nutzen
- Weiterführende Lebensschritte von innen entstehen lassen
Focusing
- eine hilfreiche Beziehung zu anderen Menschen
- echtes Zuhöfren und wirkliches Antworten
- sich selbst und andere begleiten in Konflikten und Belastungen
- den Wandlungsprozess systematisch begleiten
- partnerschaftliches Focusing praktizieren
Focusing
- mit dem Körper denken
- Verweilen mit dem noch nicht Gewußten
- kreativ planen und entscheiden
Focusing
und Spiritualität
- in der unendlichen Reichhaligkeit des
eigenen Körpers leben
- Im Atem wohnen
- im mehr als schon Gewußten aufgehoben sein
Literaturempfehlung:
Eugene T. Gendlin Focusing
Selbsthilfe bei der Lösung persönlicher Probleme
Sachbuch rororo ISBN 978 3 499 60521 5
Neuerscheinung "Afrika in Stilfser
Brücke- ein verborgenes Glück" mit Focusing-Theorie
Klicken Sie hier,
um es beim Verlag zu bestellen
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um es über Amazon zu bestellen
Paperback, 210 Seiten, 12,5 Euro
Verlag: Projekte-Verlag; Auflage: 1 (2010)
ISBN-13: 978-386634-878-3
Buchvorstellung als Video:
Die beiden Autoren Guido Moser und Daniel Oberegger haben
sich für 10 Tage im Sommer im Karnutschhaus, Stilfser Brücke
23a zurückgezogen. Während dieser Zeit wurde ein Hang vor dem
Haus gesichert. Es entstanden die zwei unabhängigen Geschichten:
"Afrika in Stilfser Brücke 23a" von Guido, in einer
bedingungslos subjektiven Sichtweise. Es geht um eine unmögliche
Liebesgeschichte, um Lebensformen in einem engen Tal mit Krisen und am
Ende mit einer unerwarteten Einsicht zum verborgenen Glück.
Die Hangsicherung bei Regen - Arbeit am Hang ist der verbindende
Teil zwischen den beiden Geschichten.
"Die Wut des Dragozeck von Prodrimir" von Daniel, eine
Zukunftsvision. Die anatomisch genau festgehaltene und gelebte Wut der
Ohnmacht in einer unverständlichen Welt. Der Autor tritt manchmal
aus der Geschichte heraus, um persönliche Kommentare zur Hangsicherung
und zur Wut abzugeben.
In der Focusing-Theorie Nr. 1 und 2 zu Afrika in Stilfser Brücke
wird untersucht, wie es zum verborgenen Glück kommt.
Zur Hangsicherung bei Regen gibt
es hier einen Link zum Tagesreport des Klosterlebens, in Text und Bild
dokumentiert.
Publikation 2008
zur personzentrierten Praxis


Randsteine für Leben und Kunst basiert auf dem
personzentrierten Weltbild des Humanpsychologen Carl Rogers, dem somatischen
Lernen nach Moshé Feldenkrais und dem Dialogmodell des Quantenphysikers
David Bohm. Aus der diesen drei Ansätzen gemeinsamen Grundhaltung
heraus ist das ganze Buch verfasst und schildert die in den letzten
30 Jahren erlebten und praktizierten Arbeiten des Autors zwischen Deutschland,
Italien, Schweiz und Spanien.
"So feinfühlig geschilderte Berichte möchte
man sich als Ärztin für jedes Lehrbuch wünschen."
Dr. Cordula Gütel
Klicken
Sie hier, um das Buch bei "direktshopper.de" zu bestellen
Leseproben aus
dem Buch
Körper und Grenzen bei Jugendlichen
ein personzentrierter Ansatz für Arbeit mit Jugendlichen
Guido Moser
Sie lieben das Risiko: Im Alter von 14 Jahren zeigen Jungen den stärksten Drang zur Waghalsigkeit. Die jungen Draufgänger entscheiden sich bewusst fürs Risiko, wie Wissenschaftler nun herausfanden.Ob man als Draufgänger durchs Leben geht oder Wagnisse scheut, hat verschiedene Gründe. Es gibt Untersuchungen, die belegen konnten, dass Draufgängertum in der Familie liegt. Ebenso gibt es bereits Hinweise darauf, dass Mut und Risikobereitschaft in unserem Erbgut verankert sein können. Aber hängt der Wille zur Waghalsigkeit nicht vielleicht auch vom Alter ab? In der Online-Ausgabe des Fachmagazins "Cognitive Development" nehmen Teenager, wie zu erwarten, im Vergleich zu Erwachsenen das höchste Risiko auf sich. Aber auch im Vergleich zu jüngeren Kindern haben sie eine höhere Risikobereitschaft.
"Der Grund, warum die Jugendlichen waghalsiger sind als alle anderen Testpersonen, ist nicht ein Problem der mangelnden Übersicht über die drohenden Konsequenzen. Sie wählen schlicht und einfach das Risiko", erklärt Burnett. Und zwar ganz bewusst. Die Wissenschaftler stellten fest, dass dieses Verhalten bis zum Alter von 14 Jahren zunimmt.
Deshalb gebe es in dieser Altersgruppe auch eine Explosion riskanter Aktivitäten, wozu die Wissenschaftler Experimente mit Alkohol, nachlässige Ernährung und ungeschützten Geschlechtsverkehr zählen. "Es ist das Gesundheitsparadox der Jugend: Der Höhepunkt der körperlichen Gesundheit geht paradoxerweise mit hoher Sterblichkeit und Morbidität einher", sagt Burnett. (25.03.2010 Wochenzeitschrift der Spiegel / Wissenschaft)
Die Jugend - eine gefährliche Zeit. Jeder Jugendliche wird heute zum flexiblen Konstrukteur seiner eigenen Biographie mit einem persönlichen Wertekosmos, er kann sein eigenes biographisches und ethisches „Gesamtkunstwerk“ schaffen und inszenieren, ein Gesamtkunstwerk, dessen Inhalt er selbst ist. Wenn die Jugendlichen von der Erwachsenenwelt und der Gesellschaft im Allgemeinen für ihre Anliegen zu wenig Verständnis bekommen und den nötigen Selbstschutz nicht lernen konnten, ist die Gefahr sehr groß, dass sie eigene Wege gehen, ohne Rücksicht auf Grenzen.
Grenzen sind von den Jugendlichen erwünscht
In meiner bisherigen Erfahrung mit Jugendlichen habe ich immer wieder erlebt, dass Grenzen von den Jugendlichen erwünscht sind, wenn sie für ihren Schutz notwendig sind, wenn der Erwachsene genug Hintergrundwissen besitzt, um ihre Anliegen zu verstehen, und wenn er glaubwürdig mit seinen eigenen Interessen umgehen kann. Jugendliche haben ein großes Gespür für Zwischentöne und sind um so empfindlicher für Heuchelei, Täuschung und Lüge. Grundwerte sind für sie absolute Werte, die die Humanität des Menschen begründen: Freiheit, Leben und Würde der Person.
Manchmal werden von den Erwachsenen unreflektierte Erziehungsmethoden benützt, um scheinbare Grenzen bei den Jugendlichen zu erzwingen - im Sinne: „wer nicht hören will, muss fühlen: Diese Erziehungsmethode erlebt jeder fünfte Jugendliche in Südtirol am eigenen Leibe. Für die ASTAT-Studie 2009 befragt, berichteten 18,1 Prozent der Jugendlichen über 14 Jahren von körperlicher Bestrafung durch mindestens einen Elternteil. Bei den Buben (19,9 Prozent) wurde häufiger zugeschlagen als bei den Mädchen (16,2 Prozent)“ usw... (Dolomitenartikel – Freitag, 20. Aug. 2010)
Inzwischen gibt es unzählige Erziehungsmodelle und Theorien zu Jugendlichen. Meistens liefern die Erwachsenen die Antworten zu deren Problemen und haben das Gespür für die Antworten, die bereits im Körper der Jugendlichen vorhanden sind, verloren. Eine gute Voraussetzung, um in diesem Dschungel von Theorien und Erziehungsmethoden überleben zu können, sind Intelligenz, Ausgeglichenheit, Selbstbewusstsein, Einfallsreichtum und die Fähigkeit, den eigenen Körper als nie endende Quelle für immer neue Ressourcen zu erleben. Gendlin, der Begründer von Focusing, meint unter „Körper“ nicht nur den, mit dem wir im Sessel sitzen. Er hat, so behauptet er, noch eine andere Sinneswahrnehmung zur Verfügung, nämlich die Fähigkeit, sich selber von innen zu spüren. Es geht ihm um dieses innere Wahrnehmen und Erleben, um den Körper, der nicht nur in Interaktion mit seiner Umgebung steht, sondern der auch aus sich selbst heraus lebt. Meistens arbeiten wir mit unserem Körper durch äußerlicher Übungen, die bestimmte Haltugen korrigieren, Fähigkeiten zu erlernen, achten auf die Atmung, spüren die Zentrierung usw.
Jugendliche leben körperbetont
Jugendliche leben aufgrund ihrer Entwicklungsphase meistens körperbetont, und über ihre Körpersprache zeigt sich viel mehr als über ihre kognitiven Äußerungen. Der Körper ist in jeder Situation und Interaktion leiblich da und kann nicht vortäuschen, er lebt von innen her wie eine Pflanze oder ein Tier. Nur mit unserem Selbstkonstrukt, nämlich das Bild, das wir über uns im Laufe des Lebens angeeignet haben, können wir unsere Wahrnehmung zum Körper überdecken oder verzerren.
Hauptsächlich im Spiel können mit dem Körper Grenzen erlebt werden, egal, ob es Sportspiele, Rollenspiele oder Balance-akrobazien sind – da der Körper ja selbst Natur ist, kann keine noch so gut konstruierte Halle die freie Natur ersetzen. Für Jugendliche ist das Spiel im Freien ein Königsweg zu Intelligenz, kreativem Denken und Freude. Nicht spielen zu können, hauptsächlich im Erleben des eigenen Körpers, widerspricht der Natur und führt früher oder später zu Gewalt. Fernsehen oder Computer kann die Interaktion mit der wirklichen Welt nicht ersetzen, denn es kann nichts geschmeckt werden, nichts berührt, gefühlt oder gerochen, und man kann auch nicht damit reden. Man denke nur an den Unterschied zwischen einer realen Farm und dem bekannten Spiel „Farmville“ in Facebook. Der Körper ist immer konkret, die erste Quelle des Erlebens. Der Körper in Interaktion mit der Umwelt schafft immer wieder neue Welten.
Gehirnforscher beobachten, wie neue Umwelt und neue Lebensgewohnheiten Einfluss auf die Körperentwicklung von Kindern und Jugendlichen haben. So hat man, um nur ein Beispiel zu erwähnen, herausgefunden, dass der für die Steuerung der Bewegungen des Daumens zuständige Bereich im Gehirn von Kindern und Jugendlichen seit der Einführung der SMS – Technologie vor etwa zehn Jahren immer größer geworden ist. Gleichzeitig hat sich die Vielfalt und Komplexität der Nervenzellverknüpfungen in einer anderen Hirnregion, dem sogenannten Sprachzentrum, in den letzten Jahren stark verringert. Kinder und Jugendliche können also heutzutage ihren Daumen viel geschickter einsetzen und sich in einer weniger komplizierten Sprache verständigen als die vorige Generation. Keine dieser kulturspezifischen Leistungen ist angeboren.
„Alles, worauf wir später stolz sind und was uns als Persönlichkeit ausmacht, was wir wissen und können, ebenso wie, was wir denken und fühlen, ja sogar das, was wir wünschen und träumen und auch, was wir als unsere Muttersprache bezeichnen, verdanken wir dem Umstand, dass es andere Menschen gab, die uns bei der Benutzung und Ausformung der für diese Leistungen erforderlichen Verschaltensmuster in unserem Gehirn geholfen haben. Ohne sie hätten wir womöglich noch nicht einmal gelernt, aufrecht zu gehen...“ (G.Hüther)
Kinder lernen, indem sie spielend ihre Welt erforschen und dem Modell folgen, was ihnen ihre Eltern oder andere wichtige Bezugspersonen vorgeben. Bei den Jugendlichen ist das anders: Sie wollen selbst erleben, erfahren und ihre Grenzen spüren. Sie brauchen die Erwachsenen und die Gesellschaft, in der sie sich bewegen, hauptsächlich als Schutz, verstehende Begleitung, Vorbild und Orientierung. Das Gehirn ist auf Lernen spezialisiert, aber niemand kann lernen während er sich gleichzeitig verteidigen muss, auch die Jugendlichen nicht. Wenn sie also zu wenig glaubwürdigen Schutz erleben, tauchen sie bespielsweise in die Welt des Internets ab und holen sich dort ihre Orientierung in der grenzenlosen Konsum- und Spaßgesellschaft.
Jugendliche auf der Suche nach erwachsen gewordenen Erwachsenen.
Der Auftrag von uns Erwachsenen zu den Jugendlichen scheint klar zu sein. J. Pearce meint, dass wir Erwachsenen uns selbst zuerst verwandeln müssen, um so eine Bereitschaft für neues Denken, Fühlen und Handeln zu entwickeln. Erst dann können wir glaubwürdige Vorbilder für unsere Jugendlichen sein und und dadurch auch Schutz bieten. Nicht Erziehung, sondern eine bestimmte Art von Erziehung, so Pearce, wird uns weiterbringen. Erzieher müssen selbst wieder Lernende werden, müssen ökologisch wirksames Wahrnehmen und Denken lernen und alles, was dazu gehört, um ein solches Wahrnehmen und Denken zu fördern. „Was auf nichts anderes hinausläuft, als auf einen Neuentwurf der Erziehung selbst.“ (J. Pearce)
Jugendliche sind oft auf der Suche nach erwachsen gewordenen Erwachsenen. Solche, die den Mut haben, Nein zu sagen, die klare Grenzen setzen können, Fehler bei sich selbst zugeben und sich auch trauen, die Jugendlichen auf ihre Unvollkommenheit hinzuweisen. Diese Erwachsenen scheuen sich nicht, sich auf das Unfertige und Experimentelle, das von der Jugend kommt, echt einzulassen. Im diesem Sinne kann nur gelingen, was auch misslingen darf. Wenn die Bezugsperson ihre Unvollkommenheit und Schwächen nicht leugnet sondern dazu steht, werden sie für Jugendliche glaubwürdiger, statt wenn sie diese mit vorgefertigten Theorien belehren wollen.
Die Welt für Neues und Vorwärtstragendes findet sich mehr in der lebendigen, direkten Beziehung zwischen Erwachsenen und Jugendlichen als in noch so gut gemeinten, doch distanzierten Ratschlägen. Kurz gesagt: Es geht mehr um das „WIE“ als um das „WAS“. Dazu braucht es innere Kraft und eine liebevolle Begleitung, und vor allem aktives Interesse für die Richtung, die der Jugendliche andeutet, ganz im Sinn des Philosophen Emmanuel Levinas: „Einem Menschen begegnen heißt, von einem Rätsel wachgehalten zu werden.“ Die Hautfrage des Erwachsenen wird: „Welches Hindernis in mir lässt mich die Antwort, die im Körper des Jugendlichen ist, nicht verstehen?“ Dabei verschwindet der Gedanke: „Ich verstehe den Jugendlichen.“
Die Rolle des Erwachsenen bei seiner Unterstützung der manchmal chaotischen und gefährlichen Wege von Jugendlichen gleicht in vieler Hinsicht der Funktion eines Verbandes. Das Pflaster heilt die Wunde nicht, aber es schützt sie und unterstützt den Körper bei der Heilung.
Aus der Traumataforschung bei Peter A. Levine
Peter A. Levine, der Traumataforscher und Begründer von „somatic experiences“, sieht im Körper alle Ressourcen für ein eigenverantwortliches und zufriedenes Leben, wenn sie verstanden und gefördert werden. Er empfiehlt unter andern auch, sich einige Verhaltensweisen aus dem Tierreich anzuschauen, um die instinktive, körperliche Kraft, die besonders im jugendlichen Körper stark ist, zu verstehen. Die Beobachtung von wilden Tieren in ihrer natürlichen Umgebung führte zur Entdeckung, dass sie die angeborene Fähigkeit besitzen, sich nach Bedrohungen und Stress schnell zu regenerieren, indem sie im Körper angestauten Schock einfach zitternd abschütteln und so wieder fit sind für die lebensgefährliche Wildbahn. Die gute Nachricht dabei ist, dass wir diesen Mechanismus mit den Tieren teilen. Natürlich ist unser Gehirn komplexer als das der Tiere – durch unser ständiges Rationalisieren nicht immer zu unserem Vorteil. Wie kommt es also, dass wir von dieser Ressource so selten Gebrauch machen können? Vielleicht steht unser rationales Denken, das wir so gern perfekt und ausschließlich als einzige Instanz hätten, mit seinen Beurteilungen im Wege. Tiere haben keine Worte, um ihre Gefühle und Empfindungen zu bewerten, sie kennen keine innerlichen Schuldtrips, keine Beschämungs- oder Beschuldigungsspiele, sie haben nicht die Möglichkeit, wie der Mensch, Prozesse zu hemmen. Außerdem sind wir im Alltag mit diesen starken Körperreaktionen, die für Tiere selbstverständlich sind, nicht vertraut. Wir wissen nicht, wie wir die unwillkürlichen Körperreaktionen lenken können, wir sind höchstens imstande, sie zu hemmen.
Wenn wir Jugendliche beim Erleben ihrer Grenzen helfen wollen, sollten wir über ein Grundwissen zum Körper verfügen. Viele Grundlagen für abweichendes Verhalten bei Jugendlichen sind physiologischer Natur, nicht psychologischer - wie die meisten glauben.
Schon in der frühen Kindheit aufgestaute Energien finden sich oft im Körper von Jugendlichen und sind eine weitverbreitete Ursachen bei gefährlichen Grenzüberschreitungen, wenn sie sich nicht entladen können. Levin nennt einige Beispiele als Ursache für solche aufgestaute Energien, die eventuell noch immer den Körper belasten können:
I. Unfälle und Stürze
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Stürze (Treppen, Betten und hohe Stühle)
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Sportverletzungen (Sich überschlagen und Hinfallen beim Fahrrad- und Skifahren)
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Autounfälle (Schleudertrauma, auch bei niedriger Geschwindigkeit)
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Beinahe Ertrinken und Ersticken
II. Medizinische und operative Eingriffe
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Medizinische u. operative Eingriffe (Genähtwerden, Spritzen, ...)
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Behandlungen beim Zahnarzt
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Lebensbedrohliche Erkrankungen u. hohes Fieber
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Länger anhaltende Bewegungseinschränkung (Gipsverband, Schiene)
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Vergiftungen
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Stress im Mutterleib und Komplikationen bei der Geburt (Nabelschnur um den Hals, Drogen und Alkohol etc.)
III. Gewalthandlungen / Angriffe
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Mobbing (Schule, Nachbarschaft, Geschwister)
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Angriffe durch Tiere (Hunde-, Schlangenbisse)
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Familiäre Gewalt
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Gewalt miterleben (dabei sein oder stellvertretend bei Videospielen und Fernsehen)
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Körperlicher u. sexueller Missbrauch sowie emotionale Vernachlässigung
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Krieg, Vertreibung und generationübergreifende Folgen
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Bedrohung durch terroristische Angriffe
IV. Verluste
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Scheidung
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Tod eines geliebten Menschen oder eines Haustieres
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Trennung
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Verlorengehen (im Kaufhaus oder in einer unbekannten Umgebung)
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Besitz (Verlust des Zuhause oder anderer Besitz durch eine Katastrophe)
V. Umgebungsbedingte Stressfaktoren und Naturkatastrophen
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Extremen Temperaturen ausgesetzt sein (gilt für Kinder und Säuglinge)
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Naturkatastrophen (Feuer, Erdbeben, Überschwemmungen, Wirbelstürme, Orkane, Vulkanausbrüche)
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Plötzlich auftretende laute Geräusche wie Auseinandersetzungen, Gewalt, Donner etc., vor allem, wenn das Kind allein ist. (gilt für Kleinkinder und Säuglinge)
Solche Traumata treiben ihr Unwesen, bis sie verstanden und entladen werden. Sie können oft Jahrzehnte im Körper getragen werden und so das Sicherheitsgefühl schwächen. Das Leben fühlt sich dann oft an wie ein steiler, rutschiger Abhang.
Wenn Jugendliche von solchen Traumatisierungen betroffen sind, können sie verhaltensauffällig werden, aggressiv und gewaltbereit. Daher suchen sie beispielsweise Computerspiele, welche Gewalt verherrlichende Inhalte zeigen und können ihren Eltern und Lehrern gegenüber in Wut geraten, wenn sie ihnen verboten werden. Studien haben gezeigt, dass besonders Jugendliche, die unter solchen Symptomen leiden, Führung und Unterstützung von den Erwachsenen wünschen. Oft kann man schon an der Körpersprache und an plötzlichen Veränderungen im Verhalten merken, dass die Jugendlichen Hilfe benötigen. Sie wissen nicht, dass ihnen etwas Schlimmes angetan wurde; stattdessen denken sie häufig, sie seien böse.
Bei sexuellen Missbrauch kann man manchmal Dissoziation (Abtrennung vom Gefühl als Schutz für die Person) feststellen, die dem Kind zuerst hilft, sich von ihren unerträglichen Qualen zu distanzieren. Wenn diese Abtrennung allerdings lange weiterbesteht, wird die Lern- und Beziehungsfähigkeit stark beeinträchtigt.
Was in der Zeit von der Fötalperiode bis ins zweite Lebensjahr hinein geschieht, bildet ein Grundschema, das jedes System im Körper beeinflusst: das Immunsystem ebenso wie den Ausdruck und die Steuerung von Gefühlen, die Belastbarkeit des Nervensystems, die Entwicklung der Kommunikationsfähigkeit und Intelligenz sowie die Selbstregulierungsmechanismen für so grundlegende Dinge wie Körpertemperatur und Hormonproduktion. Das Gehirn eventuell wird so programmiert, dass Angst, Wut und Hilflosigkeit zum „normalen“ Grundgefühl des Lebens werden. Das hat enorme Einwirkungen auf die Entwicklung des Gefühlslebens, des Verhaltens sowie auf das Stress- und Immunsystem eines Kindes und später des Jugendlichen. Ist das Kind dauerhaft einer belastenden Umgebung ausgesetzt, reagiert es mit Benommenheit und Gefühllosigkeit, weil Angst und Schmerz immer unerträglicher werden und es dann besser ist, gar nichts zu fühlen. Verhaltensstörungen können sich dann später zeigen, als Schulphobie, Angststörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Hyperaktivität, dissoziative Störung, Verhaltensauffälligkeit oder Depression.
Eine besonders kritische Entwicklungsstufe in der Kindheit ist der Zeitraum zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat. Das Kind reagiert auf die Antwort der Bezugspersonen mit Augenkontakt und Lautäußerungen. Die Selbstberuhigung hängt von der gefühlsmäßigen Qualität der Erwiderungsbereitschaft eines anwesenden Erwachsenen ab. Ist der Erwachsene selbst in seinen Gefühlen blockiert, kann dieser Austausch nicht stattfinden. Daraus ist ersichtlich, wie wichtig die Überprüfung der eigenen emotionalen Körperreaktionen ist, denn nur was ich bin und spüre kann ich weitergeben. Je jünger ein Kind ist, um so eingeschränkter sind seine Möglichkeiten, sich zu schützen, und um so verletzlicher ist es infolgedessen. Untersuchungen zeigten, dass Jugendliche, die Gewalthandlungen in ihrer Kindheit miterlebt haben, mit dreifach höherer Wahrscheinlichkeit Alkohol- und Drogenprobleme bekommen. Dabei treten einige geschlechtsspezifische Unterschiede auf: bei Mädchen gibt es mehr nach innen wirkende Störungen, wie Rückzug, Depression, somatische Störungen - bei Buben sind es mehr nach außen gerichtete Symptome wie Reizbarkeit, Widerstand, übertriebene Risikofreude.
Prof. Georg Röggla aus Wien fand, dass Leute, die sich Helden als Bergführer wählen, öfter verunglücken als solche, die „gemütliche“ Bergsteiger als Führung aussuchen. Der Held sucht für sich immer den schwierigeren und gefährlicheren Grat. Dadurch kennt er die Grenzen – seine und die der anderen – weniger gut. Außerdem bedingt sein Heldsein wahrscheinlich ein frühkindliches Trauma, wie oben beschrieben. In unserer Gesellschaft – egal, ob es sich um Politik, Wirtschaft, Sport oder Kunst handelt, werden jedoch immer noch Helden gesucht und gefeiert. Insbesondere reift eine ganze Generation von Babyboomern heran, die mit den Jugendlichen in ihrem körperlichen Leistungsnarzismus wetteifern, statt Orientierung und Ausgeglichenheit vorzuleben.
Wie man Traumata bei Jugendlichen erkennt
Das Jugendalter ist nicht einmal unter den besten Bedingungen eine einfache Zeit. Oft herrscht hormonales Chaos in einem groß gewordenen Körper. Jugendliche müssen lernen, mit Leistungsdruck umzugehen, damit sie zu eigenständigen Persönlichkeiten heranreifen. Sie sollten ihre Zukunft planen und ihre sexuelle Entwicklung bewältigen können. Außerdem sind sie intensivem Gruppendruck ausgesetzt, der sie dazu verpflichtet, sich gegen die Ideale der Eltern zu stellen. Depression und Angst stehen häufig symptomatisch für traumatischen Stress, aber leider werden diese Symptome meistens medikamentös behandelt. Selten sucht man nach den Problemen, die diesen Symptomen zugrunde liegen.
Prüfliste für Trauma-Symptome bei Jugendlichen von P. A. Levine:
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Abrupte Veränderungen in Beziehungen, z. B. plötzliches Desinteresse an Menschen, die zuvor noch sehr gemocht wurden
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Absonderung und Rückzug
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Grundlegende Veränderungen in den Zensuren, Lebenseinstellungen und/oder im Erscheinungsbild
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Plötzliche Verhaltensänderungen, wie lebensgefährliches Wiederholen der traumatischen Situation oder anderer Arten von Waghalsigkeit
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Plötzliche Stimmungsschwankungen, vor allem auftretende Angst, Depression und Selbstmordgedanken
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Alkohol- und Drogenabhängigkeit
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Plötzliches Desinteresse an bislang bevorzugten Hobbys oder Sportarten
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Reizbarkeit, Wut und Vergeltungswünsche
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Häufig wechselnde Sexualpartner oder übermäßige sexuelle Aktivität
Des weiteren besteht Gewissheit darüber, dass anhaltende Symptome von ihrer Tendenz her alles durchdringen: Sie beeinflussen die körperliche, emotionale, spirituelle, kognitive und die Verhaltensentwicklung der Betroffenen. Schon daher ist eine ausschließliche Symptombehandlung fragwürdig.
Wie kann man Jugendlichen in solch schwierigen Situationen helfen? Da die Fähigkeit des Körpers zu gesunden angeboren ist, hätte man als Erwachsener eigentlich eine einfache Rolle: den Jugendlichen wieder zu helfen, Zugang zu dieser Fähigkeit der Selbstheilung zu finden. Da die Störung ja im Körper liegt, kann sie nur durch den Körper wieder geheilt werden. Zu Körperarbeit gibt es viele Möglichkeiten. Mein eigener Arbeitbereich umfasst folgende: Die Feldenkraisarbeit, in der für jedes Problem viele Lösungsmöglichkeiten gefunden und ausprobiert werden. Focusing, bei dem der Zugang für die tiefe, innere Körperwahrnehmung gefunden wird. Bones for life, wo es um somatisches Lernen geht. Es gibt dabei Übungen aus der Trauma- Therapie, Rollenspiele, die sich in meiner Arbeit mit Jugendlichen als sehr hilfreich erwiesen, da sie alle ressourcenorientiert sind. Nirgends aber ist die einzelne Übung wichtig, stattdessen geht es um ganzheitliche körperliche Prozesse. Eigentlich jede körperbetonte freiwillig gewählte Tätigkeit kann den Jugendlichen helfen – egal, ob es sich um Sport, Gartenarbeit handelt oder darum, eine Waldhütte zu bauen. Auch die Haltung einer ruhigen, zentrierten erwachsenen Präsenz, egal in welcher Situation, wird meistens vom Jugendlichen selbst, der oft hektisch unterwegs ist, sehr geschätzt.
Grundwissen zu den drei Hirnregionen
Ein lapidares Grundwissen über Gehirn und Verhalten ist auch ziemlich hilfreich bei begleitender Unterstützung von Jugendlichen, in ihrer Selbstfindung der Formen und Grenzen. In meiner Erfahrung mit Jugendlichen und Kindern habe ich immer wieder gespürt, dass sich die Lösung zu jedem Problem von alleine zeigt, wenn verstanden wird, wie es zur Störung gekommen ist. Dieses Verstehen liegt immer schon in der Antwort, die der Körper gibt, und es gilt nur, empfänglich dafür zu werden.
Hier für das genannte Grundwissen eine kurze vereinfachte Darstellung des dreifältigen Gehirns nach P. Levine:
Der Mensch besitzt ein dreifältiges Gehirn. Einfach gesagt ist es aus drei ineinander greifenden Bestandteilen aufgebaut, die im Idealfall harmonisch zusammenwirken.
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Der Neokortex, die Gehirnrinde (der stammesgeschichtlich jüngste Teil des Gehirns). Hier geschehen Problemlösung, Planung und andere komplexe, rationale Denkfähigkeiten.
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Das Säugetierhirn (Mittelhirn), auch limbisches System genannt. Es ist für Gedächtnis und Emotionen verantwortlich.
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Das Reptilienhirn (unteres oder primitives Gehirn). Es ist für das Überleben zuständig sowie für unzählige Funktionen, die mit ihren Regulationsmechanismen die Grundlage des Daseins schaffen.
Jede dieser drei Regionen hat hochspezialisierte Funktionen und jede spricht ihre eigene Sprache. Das denkende Gehirn spricht in Worten, das emotionale Gehirn arbeitet mit Gefühlen und Emotionen, wie z. B. Freude und Angst. Das Reptilienhirn hat eine ganz eigene Wirkungsweise, nämlich über körperlichen Empfindung. Diese ist für viele Menschen in den zivilisierten Ländern oft nicht wahrnehmbar und muss erst gelernt werden. Es ist die Welt in unseren Inneren und ist wie eine autonome innere Landschaft.
Focusing
Die Arbeitsweise des Reptilienhirns spüren zu lernen ist dem Erlernen einer Fremdsprache ähnlich. Focusing beschäftigt sich hauptsächlich mit der vorurteilsfreien Erforschung dieser inneren Welt. Es braucht dafür ein wenig Zeit, in der man nicht abgelenkt wird und ruhig darauf achten kann, wie sich der Körper von innen fühlt. Die Empfindungen können von Druck– oder Temperaturveränderungen auf der Haut bis zu Vibrationen, Darmgeräuschen, Muskelanspannung, Beklemmung, Zittern, Raumgefühl und tief im Innern befindlicher Hitze reichen. Dieses unser Reptilhirn sorgt unter allen Umständen für unser physisches Überleben. Es interessiert sich weder für Sprache, noch für Territorium oder Emotionen. Es reagiert bei großer Gefahr durch Flucht, Angriff oder Erstarrung - immer um das Überleben zu sichern. Die Empfindungen, von denen es gelenkt wird, sind rein körperlich.
Körperempfindungen sind ganz etwas anderes als Emotionen oder Gefühle. Ein Wortschatz für Empfindungen sind: kalt/warm/heiß, Nervenzucken, schneidend/gefühllos, verschwommen, kribbelig, Gänsehaut, leicht/schwer, offen/unzugänglich, angenehm, seidig usw.
Eine der vielen Übungen, die im Trainingsprogramm für ganzheitliches körperliches Erleben angeboten wird ist das Pendeln zwischen angenehmen und unangenehmen Empfindungen, Emotionen, Bilder und Sprache. Dabei wird klarerweise auch zwischen diesen drei Hirnzentren gewechselt. Diese Übung wird von den meisten Jugendlichen nach einer guten Einführung fast immer wohlwollend aufgenommen. Es führt uns hin und her zwischen Empfindungen, Emotionen und Episoden aus der Vergangenheit und dem gegenwärtigen Erleben im aktuellen Augenblick, welches das Auftauchen von neuen Erfahrungen und Bedeutungen erlaubt. So können auf ganz natürliche Art neue Ressourcen im Körper gefunden und die eigenen Grenzen gespürt werden.
Weiters empfiehlt es sich, in der Körperarbeit mit Jugendlichen offene Fragen zu benützen z. B.:
„Was spürst du in deinem Körper?“ statt „Fühlst du dich angespannt?“
„Wo spürst du das in deinem Körper?“ statt „Spürst du es im Brustkorb?“
„Was erlebst du gerade?“ statt „Fühlst du dich wackelig?“
Diese Fragestellungen sprechen eher das Reptilienhirn an als die analytisch denkende Großhirnrinde, denn die Antworten werden erst im Körper entwickelt. Dafür braucht es mehr Zeit, weil sie nicht vom Gedächtnisspeicher abgerufen werden sollen. „Warum“- Fragen sollte man daher möglichst vermeiden.
Fragen, die den Körperprozess weitertreiben, sind z. B.:
„Was bemerkst du noch?“ statt „Nimm wahr, dass deine Augen zwinkern.“
„Möchtest du...?“ statt „tue...“
„Würdest du bei dem Gefühl bleiben wollen und schauen was passiert?“ statt “versuche...“
Einzelheiten von den Empfindungen werden etwa so erforscht:
Welche Eigenschaft hat diese Empfindung? Hat sie eine Größe? Form? Farbe? Gewicht? Hat sie eine Richtung? Geht der (Druck, Schmerz, Wärme etc.) von innen nach außen oder umgekehrt? Kannst du einen Mittelpunkt feststellen, eine Ecke?
Man kann sich bewusst durch die Zeit hindurchbewegen, etwa angeregt durch die Frage:
Was passiert als Nächstes? Wo geht die Empfindung hin, während du ihr folgst? Wie verändert sie sich? Worauf bewegt sie sich zu (oder: worauf würde sie sich zu bewegen, wenn sie könnte)?
Man kann Empfindungen auskosten und vertiefen:
Erlaube dir, diese Empfindungen (warm, weit, prickelnd etc.) zu genießen, solange du möchtest.
Das sind einige Tipps, wie die physiologische „Ereigniskette“ innerhalb des Körpers wieder ins fließen kommt wenn sie blockiert ist. Wenn der natürliche Energiefluß zwischen Innen- und Außenwelt in Bewegung gehalten wird, findet der Körper von alleine, was er für sein Wohlbefinden braucht und schafft natürliche Grenzen – genau wie bei den Tieren in freier Wildbahn. Der bekannte Psychologe und Begründer des personzentrierten Ansatzes Carl Rogers spricht von der „Selbstaktualisierungsdendenz“ in jedem Organismus. Darunter versteht er die „jedem Menschen inne wohnende Eigenschaft, sich unter günstigen Bedingungen zum Besseren weiter zu entwickeln“. Mosche Feldenkrais geht vom „organismischen Lernen“ aus. „Organismisches Lernen liegt nämlich in der Natur des zentralen Nervensystems, und der Mensch ist nach Feldenkrais optimal zu lebenslangem Lernen veranlagt. David Bohm, der berühmte Quantenphysiker spricht von der propriozeptiven Wahrnehmung des Denken, die entwickelt werden muss und die Antworten versteht, die im Körper liegen, der immer genau weiß, was er im Augenblick braucht. Propriozeption ist die neurophysiologie Eigenwahrnehmung des Körpers. Nach Bohm können wir sagen, dass sämtliche Probleme der Menschen auf die Tatsache zurückzuführen sind, dass das Denken nicht propriozeptiv ist, da es sich nicht selbst als denkend wahrnehmen kann und nicht merkt, dass es selbst die Probleme schafft für deren Lösung es sich bemüht, während der Körper sehr genau spürt was in ihm vorgeht und jeden Schaden sofort merkt. („Randsteine personzetriert zu C. Rogers, M. Feldnekrais, David Bohm“, Seite 83 bis Seite 111 von Guido Moser, Verlag DIE BLAUE EULE)
Bemerkungen zum Körper im Focusing von Gene Gendlin, dem Begründer von Focusing:
Das ist vielleicht der wichtigste Unterschied. Viele Jahre lang haben wir die Unterscheidung zwischen Intellekt und Gefühl diskutiert. Jetzt steht die Unterscheidung zwischen Gefühl und Körper an. Das ist wirklich etwas anderes.
Es ist ein situationaler Körper, also nicht von der Situation getrennt begreifbar. Der Körper ist die Situation. Die Situation ist der Körper. Beide sind ineinander enthalten. Beide kreieren sich wechselseitig.
Der Körper weiß etwas über die vergangene und gegenwärtige Situation. Und auch über die Zukunft: er kennt den nächsten Schritt, der die Situation fortsetzen wird.
Jede Situation, jedes Stückchen Praxis, impliziert viel mehr als jemals gesagt wurde. Es ist ein sinnenhaftes Gefühl in unseren Körpern, eine merkwürdige Qualität, eine Beunruhigung, ein Hunger, ein Verlangen, das auf eine sehr fordernde Weise weiß, was es will.
Wir müssen tatsächlich durch unsren Leib hindurch aufmerksam sein, wenn wir über eine Situation oder irgendein Thema tiefer nachdenken wollen als nur im Bereich dessen, was offensichtlich ist. Wir müssen unsere Aufmerksamkeit weiter ausdehnen als über den Bereich des Offensichtlichen, um uns als Menschen zu entwickeln.
Unsere Leiber tragen unsere Situationen. Wir tragen unser Leben mit in uns. Unser Leib kann jahrelange Erfahrungen verschiedenster Art vereinen und uns jederzeit etwas Neues geben, einen neueren subtileren Schritt.
Wir sehen, dass der Körper auch den nächsten Schritt (in einem komplexen Lebensprozess) impliziert. Er gibt auch ein direktes Spüren von etwas, das falsch oder nicht stimmig ist.
Wenn wir in einer schwierigen Situation einen leichten oder gewohnten Weg nicht gehen können, und wenn ein neuer Weg sich nicht gleich zeigt, was haben und fühlen wir dann? Konfusion, Frustration vielleicht. Wir fühlen uns blockiert. Aber was ist es, das uns sagt, die alten Wege funktionieren nicht oder sind nicht das, was wir brauchen? Wenn wir uns diese Frage stellen und wenn wir direkt die Aufmerksamkeit darauf richten, was uns hindert, werden wir entdecken, dass wir Gespür haben von dem, was gebraucht wird, wenn wir es nur herausarbeiten könnten.
Wenn wir nicht wissen, was wir tun sollen, spüren wir mehr, als wir sagen können.
Schlussbemerkung
Diese Art von körperganzheitlichem Leben und Lernen ist oft wie das Kennenlernen der Gebräuche eines fremden Landes. Es ist nicht schwierig – nur anders. Wenn wir uns auf die Jugendlichen ernsthaft einlassen wollen, müssen wir zuerst bei uns selbst verstehen, was der Körper in uns ist. Dann können wir die Jugendlichen in ihren Emotionen und tiefen Körperwahrnehmeungen begleitend unterstützen, denn was sie für ihren Lebensweg brauchen wissen sie selber von innen her. Von uns Erwachsenen brauchen sie keine Ratschlag sondern nur unsere Akzeptanz, unseren Schutz und unser vorgelebtes Modell, was Körper und Grenzen für ein gutes Leben bedeuten.
Der Waldboden
Forschungsprojekt zum Impliziten bei
Focusing und in der Kunst
Beginn der Forschung am 16 Juli, 7 Uhr in Stilfser Brücke
23a

Wir alle kennen, wie der Kopf, das Denken, den lebenden Körper steuert.
Das ist in der Kunst meistens nicht anders als in der Politik, im Familienleben,
in der Selbstverwirklichung, in der Beziehung zu Dingen und Mitmenschen.
Wir versuchen während dieser vier Tage dieses gewohnte Verhalten
umzukehren und dem Körper zu erlauben, die Kunst zu steuern, weil
wir neugierig sind, was dann geschieht.
Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen. Wenn
Sie übernachten möchten, bringen Sie bitte einen Schlafsack
mit.
Carl Rogers und sein personzentrierter
Ansatz
"Am Anfang
steht nicht ein ethischer Entschluss
oder eine große Idee, sondern die Begegnung mit einem Ereignis,
mit einer Person, die unserem Leben einen neuen Horizont und damit seine
entscheidende Richtung gibt."
PAPST BENEDIKT XVI
Carl Ransom Rogers, geboren am 8. Januar 1902 in Oak Park, Illinois (einem
Vorort von Chicago); gestorben am 4. Februar 1987 in La Jolla, Kalifornien)
war Universitätsprofessor, Psychotherapeut und Begründer seiner
berühmten personzentrierten Beratung und Psychotherapie, die auf
den drei Grundhaltungen: bedingungslose Wertschätzung, Empathie und
Kohärenz beruht.
Wenn diese drei Grundhaltungen konsequent vom Berater gelebt sind, führt
das zu einer natürlichen Gleichwertigkeit zwischen Berater und Klient,
d.h. jede Form von hierarchischen Abhängigkeiten oder direktiven
Lenkungen verschwindet. Der Aktualisierungsprozess wird von Berater und
Klient gemeinsam durchlaufen.
Unter "Aktualisierungstendenz" versteht Rogers die jedem Menschen
inne wohnende Eigenschaft, sich unter günstigen Bedingungen zum Besseren
weiter zu entwickeln.
Die von einem humanistischen Menschenbild geprägten Arbeiten Rogers'
wirken in viele Bereiche der angewandten Psychologie, Soziologie, Pädagogik,
sozialen Arbeit, Seelsorge und Medizin hinein. Insbesondere geht auf ihn
die Entwicklung der Gesprächstherapie und Gesprächsführung
zurück.
Rogers legt besonderen Wert auf Begegnung im voll-menschlichen Sinn -
d.h. unter Einschluss der emotionalen Ebene, der nonverbalen Äußerungen
(die Sprache des Körpers), des gegenseitigen prinzipiellen Wohlwollens
(bedingungslose Akzeptanz und Wertschätzung).
Auf seinen Arbeiten bauen die Encounter-Bewegungen (Begegnungsgruppen)
und Gespräche auf, sowie jene Definition von "Gefühl",
die zu Empathie, also einer Haltung verstehenden Zuhörens führt:
ich öffne in mir jene Teile und Gefühle, die der andere gerade
spürt und entwickle so im wahrsten Sinne des Wortes ein "Mit-
Gefühl", Mitleiden heißt Leid teilen.
Im personzentrierten Ansatz konnte ich miterleben, wie der Klient nicht
nur den Inhalt, sondern auch die Form selber bestimmen konnte. Die anderen
Gruppenteilnehmer waren nur behilflich, wenn die Hilfe gebraucht wurde.
Der Neurowissenschaftler Vilayanur Ramachandran entdeckte vor Jahren
die so genannten "Spiegelneuronen" in Gehirn. Das sind Nervenzellen,
die bei Bewegungen des Körpers, aber auch bei der Beobachtung von
Handlungen anderer Menschen aktiv sind. Beim passiven Betrachter werden
sie so aktiviert, als handle er selbst und sie bilden somit die Grundlage
für die Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen
und mitzufühlen, bzw. ihre Absichten verstehen zu können. Es
sind sozusagen Empathie- Zellen, da sie die Barriere zwischen mir und
meinem Gegenüber auflösen. Unser Einfühlungsvermögen
ist somit keineswegs irgendein abstraktes Konstrukt, es ist im Gehirn
neurologisch verankert.
Die künstlerische Dimension (Theater, Ausdruck durch Malerei, Skulptur,
Literatur, Musik
) spielt bei Rogers immer eine wichtige Rolle, da
der Mensch nicht von einem diagnostischen, verhaltensbedingten, objektiven
Ansatz (vorhersehbar, messbar, abgeschlossen) gesehen wird, sondern als
Mensch mit subjektivem, schöpferischem, kreativem Potenzial (unvorhersehbar,
rätselhaft, nicht austauschbar) das sich oft gerade durch die Ressourcen,
die im Konflikt stecken, äußert und durch das sich der Mensch
zum Besseren aktualisieren kann.
Carl Rogers schrieb motivierende Bücher, hielt Vorträge und
vieles mehr. Zu seinen Nachfolgern zählen u.a. Peter F. Schmid und
Friedemann Schulz von Thun - beide auch Autoren bekannter Fachbücher.
Peter Schmid ist Begründer der Akademie für Beratung und Psychotherapie
IPS - Institut für Personzentrierte Studien der APG und Begründer
der Zeitschrift PCEP - Peraon-Centered & Experiential Psychotherapies
(Zeitschrift des Weltverbandes für Personzentrierte und Experienzielle
Psychotherapie und Beratung); und der Zeitschrift "PERSON" -
Internationale Zeitschrift für Personzentrierte und Experienzielle
Psychotherapie und Beratung.
Meine persönliche Bibliographie zu diesem Themenbereich
"Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden
wir erst."
ERNST BLOCH
Carl R. Rogers / Peter F. Schmid: Person-zentriert Grundlagen von Theorie
und Praxis Mit einem kommentierten Beratungsgespräch von Carl R.
Rogers Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz ISBN 3-7867-1561-0
IDENTITÄT BEGEGNUNG KOOPERATION Person-/Klientenzentrierte Psychotherapie
und Beratung an der Jahrhundertwende GwG-Verlag
Carl R. Rogers: Therapeut und Klient Grundlagen der Gesprächspsychotherapie
Geist und Psyche Fischer ISBN 3-596-42250-7
Peter F. Schmid: Personale Begegnung Der personzentrierte Ansatz in Psychotherapie,
Beratung, Gruppenarbeit und Seelsorge ISBN 3-429-01243-0
Peter F. Schmid: Personzentrierte Gruppenpsychotherapie - Ein Handbuch
- 1. Band: Solidarität und Autonomie Edition Humanistische Psychologie
ISBN 3-926176-60-1
Peter F. Schmid: Personzentrierte Gruppenpsychotherapie in der Praxis
- Ein Handbuch - 2. Band: Die Kunst der Begegnung Mit einem Beitrag von
Carl R. Rogers JUNFERMANN ISBN 3-87387-245-5
P. FRENZEL, W. W. KEIL, P. F. SCHMID, N. STÖLZL (hg.): Klienten-/Personzentrierte
Psychotherapie - Kontexte, Konzepte, Konkretisierungen Bibliothek Psychotherapie
Band 8 FACULTAS ISBN 3-85076-481-8
Peter F. Schmid / Werner Wascher: TOWARDS CREATIVITY EIN PERSONZENTRIERTES
LESE - & BILDERBUCH ISBN 3-901100-37-7
Peter F. Schmid: Theater Personalisation oder Mephisto wird Supervisor
Wien, 20. Mai 2000
Peter F. Schmid: Anspruch und Antwort, Personzentrierte Psychotherapie
als Begegnung von Person zu Person. Dieser Aufsatz ist Wolfgang M. Pfeiffer
zu seinem 80. Geburtstag in Verehrung und Dankbarkeit gewidmet.
Peter F. Schmid: Kunst und Person - Kunst als Ausdruck und Begegnung /Artikel
Kunst
Peter F. Schmid: 25 Jahre Austria Programm- Der Personzentrierte Ansatz
als persönliches und politisches Programm einige Lernerfahrungen
/ Impulsreferat im Rahmen des 7. Theorie-Workshops des IPS. "Der
Personzentrierte Ansatz - eine kritische Bilanz", Großrußbach,
1.Juni 2003
Peter Frenzel / Peter F. Schmid / Marietta Winkler (Hrsg.): HANDBUCH DER
PERSONZENTRIERTEN PSYCHOTHERAPIE, mit einer Einleitung von Carl R. Rogers
Edition Humanistische Psychologie ISBN 3-926176-44-X
Thomas Slunecko, Gernot Sonneck (Hrsg.): Einführung in die Psychotherapie
UTB FÜR WISSENSCHAFT Facultas ISBN 3-8252-2085-0 (UTB)
Brian Thorne & Elke Lambers: Person-Centred Therapy A European Perspective
ISBN 3- 76195154 7
Carl R. Rogers: Der neue Mensch Klett-Cotta ISBN 3-608-95230-6
Client Centered and Experiential Psychotherapy vale vale editores ISBN
3-972 8652 01 1
Herbert Goetze: Handbuch der personzentrierten Spieltherapie Hogrefe ISBN
3-8017-1334-2
Gill Wyatt (editor): ROGERS' THERAPEUTIC CONDITIONS: EVOLUTION, THEORY
AND PRACTICE PCCS Books Volume3 ISBN 1 898059 31 4
On becoming a person ISBN 3-608-95197-0
Person-Centered & Experiential Psychotherapies, Volume5 Number1 Spring2006
Viola Spolin: Improvisationstechniken für Pädagogik, Therapie
und Theater Verlag Junfermann ISBN 3-87387-209-9
Keith Johnstone: THEATERSPIELE Alexander Verlag ISBN 3-89581-001-0
Keith Johnstone: IMPROVISATION UND THEATER Alexander Verlag Berlin ISBN
3-923854-67-6
Augusto Boal: Theater der Unterdrückten Suhrkamp 891011-0100
CLOWNSZEIT Dein Lächeln braucht dich / Clinikclown Broschüre
KunstStücke Demenz "Erinnern und Vergessen" Katalog zum
Festival mit dem Projekt mit der Mutter
Harad Weinrich: Lethe Kunst und Kritik des Vergessens C.H.Beck ISBN 3
406 45647 2
James Hillman: Die Heilung erfinden, eine psychotherapeutische Poetik
Schweizer Spiegel Verlag ISBN 3-7270-1218-8
James Hillman: Vom Sinn des langen Lebens, wir werden, was wir sind Kössl
ISBN 3-466-34430-1
Nicolas Pethes / Jens Ruchatz (Hg.): Gedächtnis und Erinnerung -
ein interdisziplinäres Lexikon ro ro ro ISBN 3-499 55636 7
Frank Schirrmacher: DAS METHUSALEM-KOMPLOTT Blessing ISBN 3-89667-225-8
Niemand sein - das Selbst als Muster und Mythos Philosophie heute - Philosophie
des Geistes II WDR III 08.12.1996
James Hillman /ichael Ventura: Hundert Jahre Psychotherapie - und der
Welt geht´s immer schlechter ISBN 3-530-36651-X
Ken Wilber: EROS KOSMOS LOGOS Eine Jahrtausend-Vision Spirit ISBN 3-59614974-9
Carl R. Rogers: Die klientenzentrierte Gesprächs-psychotherapie,
Geist und Psyche Fischer Taschenbuch Verlag ISBN 3-596-42175-6
Carl R. Rogers: Die nicht-direktive Beratung, Geist und Psyche Fischer
ISBN 3-596-42176-4
Eugene T. Gendlin: Focusing - Technik der Selbsthilfe bei der Lösung
persönlicher Probleme Otto Müller Verlag Salzburg ISBN 3-7013-0617-6
Eugene T. Gendlin / Johannes Wiltschko: Focusing in der Praxis, eine schulenübergreifende
Methode für Psychotherapie und Alltag Leben lernen 131 pfeiffer bei
Klett-Cotta ISBN 3-608-89679-1
Eugene T. Gendlin: Dein Körper - Dein Traumdeuter Otto Müller
Psychologie ISBN 3-7013-0725-3
Lee Strasberg: Schauspieler Seminar 9. -22. Januar 1978 aus Tonband-Protokollen
ausgewählt, zusammengestellt und mit anderen Texten ergänzt.
PERSON Internationale Zeitschrift für Personzentrierte und Experienzielle
Psychotherapie und Beratung 2/2004 8. Jahrgang facultas Universitätsverlag
ISSN 1028-6837
PERSON 2/2002 6. Jahrgang facultas Universitätsverlag ISSN 1028-6837
PERSON 12005 9. Jahrgang facultas Universittsverlag ISSN 1028-6837
PERSON 2/2001 5.Jahrgang Schwerpunkt: 100 Jahre Carl Rogers
Peter Frenzel (Hrsg.): Selbsterfahrung als Selbsterfindung, personzentrierte
Psychotherapie nach Carl R. Rogers im Lichte von Konstruktivismus und
Postmoderne ISBN 3-89073-499-5
Leonard Nelson: Die sokratische Methode Verlag Weber, Zucht & Co ISBN
3-88713-7
James P. Carse: Endliche und unendliche Spiele: Die Chancen des Lebens
Klett-Cotta
Franz Kafka: Das Schloss S. Fischer ISBN 3-10-038170-X
PCFP Volume2 Number 2 Summer 2003 Pccs Books
Hans-Ludwig Freese: Kinder sind Philosophen Quadriga ISBN 3-88679-178-5
Lena Adami / Guido Moser "Unterwegs" Texte aus dem Projekt im
Vinschgau "Jahreszeiten - Lebenszeiten" Herausgegeben KVW Südtirol
Lena Adami / Guido Moser: Irgendwann und anderswo "Ich erzähle
und schreibe meine Geschichte(n)" Erzähl- und Schreibwerkstatt
des KVW Südtirol
Wolfgang Rothe: Kafka in der Kunst Belser Verlag ISBN 3-7630-1675-9
Hans Paul Fiechter: Das Rätsel Kafka, Erkundungen im "Schacht
von Babel" Urachhaus ISBN 3-8251-7070-5
Walter Schulz: Philosophie in der veränderten Welt Neske ISBN 3-7885-0047
6
Max Frisch: Tagebuch 1966-1971 suhrkamp taschenbuch
Max Frisch: Der Mensch erscheint im Holozän suhrkamp 10 11 - 94 93
Hartmut von Hentig: Bildung Hanser ISBN 3-446-18751-0
Kunst und Künstler - Studien zur Genese und Entwicklung des Schaffensdranges
von Otto Rank
Fernando Pessoa: Das Buch der Unruhe Ammann Verlag ISBN3-250-10025-0
Kaspar Hauser Der Mensch- der Mythos- das Verbrechen Urachhaus
Johannes Trithemius: DE LAUDE SCRIPTORUM Mainfränkische Hefte Heft
60 1973
Der letzte Kontinent, Bericht einer Reise zwischen Kunst und Wahn, ein
Bilder- und Lesebuch mit Materialien aus dem Waldau-Archiv 1997 Limmt
Verlag 3 85791281 2
Weltsichten - Beiträge zur Kunst behinderter Menschen Edition TIAMAT
ISBN 389 3200 509
Erich Schützendorf: Biotope und Schleusen im Meer der Ver-rücktheit
Herausgeber: Diakonisches Werk Rheinland, 2000
Stellage - das offengelegte Verborgene - Katalog zur Ausstellung im Kulturhaus
"Karl Schönherr", Schlanders 22. - 28. Mai 1997
Kaspar Hauser - das Kind von Europa in Wort und Bild, dargestellt von
Johannes Mayer und Peter Tradowsky URACHHAUS ISBN 3-878383851
DU- Heft nr.8 August 1996: Am Anfang war die Kunst: Die ersten Schritte
des Menschen
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