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Als Mädchen, mit 10 Jahren oder 12, habe ich in Perdoa das Essen
bereitet. Ich erinnere mich ein bisschen, mehr an die Mutter. An den Vater
erinnere ich mich nicht. Es ist angenehm, aber die Sonne brennt. Man muss unter den Baum gehen. Ich denke an die Mutter. Ich erinnere mich an nichts von der Mutter. Nur an den Vater. Da erinnere ich mich an alles. Er ernährte die Familie. Von Erhard weiß ich, dass er böse war wie der Teufel, und als er gestorben ist, war ich froh. Daran erinnere ich mich. Er hatte Ziegen. Sie haben ihn auf dem Sterbebild mitsamt seinen Ziegen abgebildet, wenn er gestorben ist. Die Hildegard ist noch am Leben. Sie ist die jüngste, eine böse Frau, sie war immer böse, und der Vater hat gesagt: lasst dieses arme Mädchen, und dieses "arme Mädchen" ist zu einem Monster geworden. Die Burger Anna hat mir eine schöne Küchenbank vererbt. Das hat sie ins Testament hinein geschrieben.
Mit dem Auto sind wir nach Wien gefahren, wo sie ihr Doktorat bekommen
hat, auf der Universität. Das war schon schön. Die Klara von Stilfser Brücke ist gestorben Der Ernst war nicht dumm. Er hätte nicht durchfallen sollen. Der Rudl hat die Kegelbahn gehabt, ja, das weiß ich noch. Ich vermute, der Vater war ein guter Kegler gewesen. Das weiß ich wohl: Wenn der Königskegel stehen bleibt und alle anderen umfallen, hat man gewonnen. In der Öffentlichkeit kann ich noch viel tun - ich habe es immer
getan. Die Aranka, das ist mir gleich, wer das ist. Ja, den Roman kenn ich schon, den Tarcisius auch, ja, ja, der Pius ist immer der gleiche, die Bernadette auch - ihr seid immer die gleichen.
Nach St. Martin sind es aber nicht 2 Stunden gewesen, das war ¾
Stunde. Aber bis du im ganzen Dorf gewesen bist, war es schon über
2 Stunden. Datteln habe ich mir viele gekauft, die hab ich gern gehabt. Ich war in der Schule immer die Beste. Wenn die Tochter Ärztin geworden ist, habe ich vor Freude nur geweint. Eine halbe Stunde früher mussten wir ins Zimmer hinauf gehen.
Ins Zimmer hinauf sind wir gegangen und ich habe gesagt, heute bleibe
ich einmal. Gefeiert haben wir immer mit allen.
Er ist gekommen und hat mich gefragt: Kennst du mich noch? Ja, hab ich gesagt, dich kenne ich noch. 18 Jahre war ich und bis 26 bin ich im Kloster geblieben, aber dort hast du kein Geld bekommen, du musstest arbeiten wie ein Muli - das ist eine Kreuzung zwischen einem männlichen Esel und einem weiblichen Pferd, ein Muli ist ein Maultier, und im Kloster musste man arbeiten wie so ein Maultier. Das war mir zuviel. Nachher haben wir geheiratet. Was gesagt wurde, weiß ich nicht mehr. Ich war Köchin im Kloster, hab immer eine große Küche gehabt und war immer der Chef., das bin ich immer gewesen. Ich war eine gute Köchin, da ist man immer gehalten. Das kann man schon sagen, weil Menschen zu allen Zeiten gern essen, und wer gut kochen kann, der ist nie verloren.
Von Mussolini haben wir zu essen bekommen. Es gab immer5 solche Leute, die sich daheim aufgeregt haben. Das Schimpfen kommt immer von den Eltern, die Kinder von alleine würden nie schimpfen. "Die Faschisten sind eine Bande" haben sie gesagt. Mir kommt vor, als sei das soeben geschehen. Ja meinst du, ich stehe da, ein junges Mädchen, und weine wenn er mit einer anderen geht? Dann hätte ich viel zum weinen. Einmal habe ich die Liebe gespürt, aber dann ist er mir gestorben. Ich weiß nicht was sagen. Ich habe zu viele zum Sagen und weiß in Wirklichkeit nicht was sagen.
Das verstehe ich nicht. Was du das sagst, verstehe ich nicht. Schau, wie die Katze herumläuft. Was sitzt der dort drüben? Er macht ein Theater? Was für ein Theater denn? Und wann denn? Schau, die Katze geht Was ist dort gewesen? Wer hat dort Ziehorgel gespielt? Ja, was tust du jetzt da? Was tut er? Geld hast du nie eines verdient. Ja, das Kätzchen! Was willst du denn, Kätzchen, ha? Was ist denn mit dir? Was machst du denn hier? Wem gehört den der Hund da? Was ist? Ach, er ist vom Nachbarn. Jetzt weiß ich nicht mehr. Ja, das werde ich wohl noch verstehen.
Ladinisch - da verstehst du ja kein einziges Wort. Du willst alles verstehen und verstehst doch nichts. Und du hörst auch zu, was du sagst, Auch die Katze hört zu. Ja, bist du närrisch - ich werde mit der Katze nach Deutschland fahren? Da hast du dir wohl zu viel in den Kopf gesetzt. Was ist da gewesen? Was haben wir bekommen? Ja, zu Essen haben wir gut bekommen Hier bleibe ich nicht mehr lange, das sag ich dir. Katze, du bleib nur liegen, du hast es fein. Ich höre dich nicht. Du hast schöne Augen, gell, Katze? Ja, du schaut mich gut an. Ja wie lange bleiben wir da noch sitzen? Für was hab ich denn
müssen da hinein gehen? Zum Sitzen? Nein, für solche Sachen bin ich nicht mehr zu haben, hier mit
euch reden und so, das könnt ihr euch aus dem Kopf schlagen. Dafür
bin ich nicht mehr. Da werden wir doch nicht Theater machen? Ja was? Du redest immer und redest und verstehen kann man kein Wort. Ich war eine gute Köchin und habe immer einen guten Platz gehabt. Quel mazzolin di fiori
Ein Mann, der zu einer anderen geht, der ist nichts wert. Meinst du etwa, als junges Mädchen weine ich, wenn ein Mann zu einer anderen geht? Dieser Blödsinn.. Der Herr Bernardi. Da habe ich von der Liebe gespürt, er ist mir nur gestorben. Jetzt gehen wir essen, nimmst du die Katze mit? Io non so cosa dire, e per dire la verità, ho tante cose da
dire. Non so. Maria Elisabeth Miribung Moser |
"Non
ho niente da dire, perchè ho da dire troppo." Progetto teatrale "Erinnern und Vergessen" con : Maria Elisabeth Miribung Moser Rappresentrazioni in Germania: 5 ottobre 2005, ore 17,
Schlosstheater Moers, Tennishalle, città di Moers.
Maria è ncque nel 1920 in val Gardena nelle dolomiti ed è mia madre. Anni fa lei voleva scrivere un libro sulla sua vita. Abbiamo provato qualche volta, ne uscivano diversi scritti, ma non diventava un libro. Mia madre aveva una vita molto movimentata. Fu la più grande di tanti bambini, e presto dovette entrare nel ruolo di madre, poichè sua madre è morta. A scuola, come lei racconta, fu la migliore, volle diventare dottoressa, ma i soldi non bastavano. Diventò cuoca, e invece di lei sua figlia divenne dottoressa. I suoi ricordi d'infanzia più belli furono verso Mussolini, perchè si riceveva del mangiare e si veniva apprezzati anche come bambino di famiglia povera. Così per lei Mussolini è, ancora oggi, uno dei uomini migliori.
Nella sua gioventù, fra i 18 e 26 anni, visse come
suora in un convento, aspirò alla possibilità di andare
nella missione, cose che non iuscì. In quell'epocha ci fu molto
silenzio e poche importanti, segreti ed intime conoscenze con nazisti
d'alto rango. Più tardi si sposò, ebbe 5 figli e combattò
tutta la vita non solo per la famiglia ma anche per i bisogni dei, nei
suoi occhi, più deboli e sfruttati.
Nostro modo di lavorare: partiamo empre dalla persona, non da qualche diagnosi o idea, la relazione con la persona è la cosa più importante. Gli esperti, sia psicologi, pedagogi, personale di istituzioni ecc. incontrano persone, che non sono autosufficienti nel sistema della nostra società con la benevolente domanda: "Cosa dev'essere fatto per questa persona? Di cosa necessita? Cosa la minaccia?" Raramente c'è anche la domanda: "Chi è questa persona? Quali messaggi ha? Che cosa ha da dire?"
Quando andiamo sul palco, la nostra aspirazione è: riusciamo, in un'incontro alla pari e senza espertismi o preconcetti a sorprenderci a vivenda ed a vivere l'esperienza? Non la domanda del dovere, ma: chi siamo? è la forza motrice. In questa forma teatrale, la confusione è principalmente più importante, per creare spazio per nuovi modi di vista, che sicurezze tradizionali o la razio. Ci incontriamo di più nell'enigma dell'essere umani che nella problematica della sintomatologia medica, che resta sempre solo una parte dell'essere. Questo teatro non trasporta informazioni e contenuti sulla tematica della demenza, ciò gli esperti lo sanno fare sicuramente meglio, ma è un gioco infinito, un fenomeno, che continua incessantemente.
Maria, in ultima istanza, decide forma e contenuto di ciò
che avviene sul palcoscenico. In una relazione madre - figlio sono obbligato
di imarare da lei, in scena, da volta in volta, sempre coe nuove. Forse,
se non fossimo in scena, certe cose non sarebbero mai accadute.
Titolo: "Guardo nel mio giardino."
Maria Elisabeth Miribung Moser, attrice principale Informazioni e coordinatore: Guido Moser
Cultura
(...) è ciò, che resta nell'uomo quando ha dimenticato tutto
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Eine gute Wurst. Gehst du? Was hat er denn da für ein Ding gemacht? Was hat er? Die Katze isst auch. Was hat sie gesagt? 28 Millionen? Ja ist sie verrückt? Du sollst
das Haus kaufen? Ja bist du närrisch? Ja, die Edith, was hat sie gesagt? Was hat die Verena? Das weiß ich nicht. Ach, der Herr Bernardi ist gestorben? Ach so. Was soll ich denn da hinein reden? Ein Buch schreiben ist lang schon her und lang schon vergessen. Wer ist denn der, der dort drinnen herausschaut? Jetzt kommt die Katze auch noch. Wo sitzt denn du, dass do so niedrig bist? Hast du gesehen, wie er sitzt? Da sag ich nichts. Ja, ich geh doch nicht den ganzen Nachmittag hin und her. Die Sonne auf Ladinisch - was, auf Ladinisch die Sonne? Sorerl. Das weiß ich nicht. Beim Mussolini ist es am Schönsten gewesen. Ja, aber was sind denn da für Zuschauer? Auf Italienisch? Wir haben gut gegessen, ja, Mussolini war ein sehr guter Mann, ja
ja. Ja, hier steht man gut. Die Bällchen hinunterwerfen kann ich wohl. Jetzt sind sie fertig Ja meinst du, ich lass mich hier von euch herumkaspern? Jetzt will ich hinaus gehen, ich kann nicht immerzu da drinnen sitzen. Ja jetzt steh ich auch nicht immer. Da stehe ich nicht mehr auf. Was meinst denn du? Ich bin doch nicht närrisch. Meinst du, ich stehe die ganze Zeit hier herum? Jetzt nimm das Zeug da von mir herunter. Ihr müsst jetzt mal das Ding da weg tun. Nein, mich haben sie nie betrogen - ihr müsst einmal das Ding
da weg tun. Nein, nein, den Stock brauche ich zum Gehen. Das müsst ihr mir geben, das ist mein Taschentuch. Ich habe mein
Taschentuch dort nicht gesehen. Nein, da hab ich es nicht. Bringt ihr mich jetzt hinaus? Jetzt gehe ich.
Ja, ein bisschen kalt ist es. Ich habe ihn ganz gern gehabt. Ich wüsste nicht, ob ich einmal gestritten habe mit jemandem. Die Sonne wäre mir lieber als die Katze. Ja, ich habe immer gekocht, im Kloster, ja ja. Beim Gelübde bin ich dann gegangen, weil ich sonst hätte bleiben müssen. Da habe ich immer geweint vor Freude. Dann war ich in der ersten Reihe.
Es war der schönste Augenblick. Wenn sie hinauf gegangen ist, haben sie ihr gesagt, sie muss heute hinaus gehen, weil sie nicht wussten, dass sie schon Ärztin ist. Sei einmal still jetzt, habe ich gesagt. Ich hab ihn gern gehabt, den Mussolini, ganz gern. Das habe ich immer
gesagt.
In Turin? Ach so. Il piave innamorava nostri fanti il 24 maggio, l'esercito marciava, per Torino non son passati. "Al Piave", heißt das, nicht "alla Piave". Ich habe dieses Lied nie gehört. Der Pil, ja, das wird sicher so sein. Den Pil hab ich gern gehabt. Er hat gesagt, er hat ein Mädchen
umbringen müssen, das war 3 Jahre alt. Er hat selber ein 3jähriges
Mädchen gehabt daheim. Ja das ist hundertprozentig, das hat er gewusst, dass er erschossen
wurde, weil er war einer von den Ärgsten. Das hat er gewusst, er
hat gesagt, du wirst mich nicht mehr sehen, wenn der Krieg aus ist. Der Hans war der größte Nazi, hier waren 3 Nazis, von der
Traudl der Vater, und alle im Krieg. Der Friedl ist nicht einer, der von Hans Angst hatte, das war schon der Hans, der vom Friedl Angst haben muss, weil er so viel angestellt hat´. Der Senn war ein deutscher Missionar. Er hat auch tun müssen,
was sie gewollt haben. Er hat einmal gesagt, er musste ein 3jähriges Kind umbringen,
und das war genau 3 Jahre alt, und er hat gesagt, da hätte ich am
liebsten mich selbst umbringen müssen. Ja ja, der Krieg. Den Bernardi hab ich lange gekannt. In den alten Tagen rede ich noch mit dir von der Jugendzeit.
Der Herr Karnutsch hat Strom gestohlen. Schau, kleine Katze, das ist meine Mutter Maria Elisabeth Miribung, und ich bin ihr Sohn. Ich heiße Guido Moser. Heute nacht kam die kleine Katze zu mir ins Bett liegen. Sie wird jetzt öfter kommen. Die Katzen legen sich hauptsächlich zu den Füßen. Die Katzen sind wie kleine Kinder. Als ich ein kleines Mädchen
war, habe ich mit kleinen Säckchen Trauben bei den Bauern gehandelt.
Das habe ich von der Mutter gelernt. Ein kleines Säckchen Trauben
kostete vier Eier. Mit vier Eiern habe ich mir das Mittagessen gekauft,
das ist gut gegangen. Ein Ei habe ich getrunken, mit den anderen hab ich
Datteln gekauft. In der Schule war ich die beste. Der Direktor wollte, dass ich studiere. Mein lediger Onkel hatte viel Geld. Er hat nicht geholfen, so musste ich Köchin werden. Ich wollte Ärztin werden. Als meine Tochter Ärztin wurde und in Wien den Doktortitel bekam, habe ich vor Freude geweint. Zu den großen Ärzten habe ich gesagt, als sie mich wegschicken wollten, heute bleibe ich. Ich habe mich in die erste Reihe gesetzt, als die Tochter den Doktortitel bekam. Nachher haben wir zusammengestanden und das Geld zusammen getan und gingen in den Mariatheresiakeller Mittagessen. Das war ein guter Keller, der Wein war gut. Gefeiert haben wir immer alle zusammen. Du warst auch im Kloster. Maria Elisabeth Miribung Moser |