Guido Moser

News

Angebote und Kurse

Zu meiner
Person

Pfeiferhaus

Feldenkrais

Bildung
und Beratung
nach C. Rogers

Theater/
Masken/Clowns

Kindertheater,
Kinderprojekte

Internationale
Kulturtreffen

Texte

Video/Kataloge

Daniel
Oberegger

Kontakt

Pagina in italiano

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

News

Angebote und Kurse

Zu meiner
Person

Pfeiferhaus

Feldenkrais

Bildung
und Beratung
nach C. Rogers

Theater/
Masken/Clowns

Kindertheater,
Kinderprojekte

Internationale
Kulturtreffen

Texte

Video/Kataloge

Daniel
Oberegger

Kontakt

Pagina in italiano

 

  Aktualisiert am 21. 3. 2008

"Freiheit bedeutet, sich selbst ein Licht zu sein, denn dann ist sie nichts Abstraktes, nichts Ausgedachtes."
J. Krishnamurti

Meditation und Feldenkrais - mehr Kraft und Präsenz

Die Freude an der spontanen, kraftvollen Aufrichtung. Die eigene Stimme stark, vibrierend und entspannend angenehm aufbauen. Mehr Vitalität und Optimismus im Bewegungsverhalten.

Es werden kurze Bewegungsabläufe geboten, die das Sitzen, Stehen und Liegen neu gestalten. Die Haltung wird neu organisiert und eine gute Koordination der Körperteile gefördert. Die Kraftübertragung durch das Skelett wird gestärkt, was unabdingbar für gesunde Knochen und eine gesunde Haltung ist.

Dies alles führt zu freudiger Präsenz mit mehr Leichtigkeit. Lernen, unsere Atmung zu spüren. Sich einfacher und auf befriedigendere Art zu bewegen.

Wir werden bei jeder Einheit zwischen 10 und 15 Minuten meditieren.
Was bei Feldenkrais neu ist: es geht um die Bewusstheit zu dem, was ich mache und wie ich es mache und alles in Bewegung mache. Diese Haltung wird in der Meditation noch bewusster gemacht. Ich kann mich auch hinsetzen und ruhig, nichts beurteilend oder vergleichend, in Verbindung gehen mit dem, was tatsächlich ist statt mit dem, was ich mir wünsche.

Es gibt auch Gespräche, in denen wir gemeinsam anschauen, was Thema ist.

Dieser Kurs ist für Anfänger gleich interessant wie für Leute, die mit der Feldenkrais- Methode schon bekannt sind und alle, die interessiert sind, ein wacheres und bewussteres Leben zu führen - unabhängig von Alter oder Beruf.

Für Einzel- und Gruppensitzungen
einfach anrufen und anmelden:

Guido Moser
Handy: 349 6187930

Weggensteinstrasse 21
39100 Bozen


Dr. Mosche Feldenkrais (1904 - 1984)

 

 


Mosche Feldenkrais, das Lernen ist das Wichtigste, was wir haben

"Man ging nach Außen in alle Richtungen, statt in sich zu gehen, wo jedes Rätsel zu lösen ist."
SCHOPENHAUER

Moshé Feldenkrais, geboren am 6. Mai 1904 in Slawuta, Ukraine; gestorben am 1. Juli 1984 in Tel Aviv, Israel) war Physiker, Neurophysiologe und Judolehrer.
Feldenkrais entwickelt die nach ihm benannte Feldenkrais-Methode, eine körperorientierte Lernmethode, durch die persönliche Handlungsmuster erkannt, bewusst gemacht und erweitert werden sollen.
Feldenkrais lernte Jiu-Jitsu und lehrte es später auch. 1927 legte er sein Abitur am Theodor-Herzl-Gymnasium in Tel Aviv ab und ging nach Paris, um Elektrotechnik, Mechanik und anschließend Physik zu studieren. Von 1933 bis 1940 arbeitete er als Nukleartechniker im Labor von Irene Joliot-Curie und Frédéric Joliot, den Nobelpreisträgern für Chemie 1935. Während dieser Zeit traf er auf Jigoro Kano, den Begründer des Judo. Er gründete den ersten Judoclub Frankreichs und erlangte als erster Europäer den Schwarzen Gürtel.

Feldenkrais emigrierte 1940 nach Großbritannien. Von 1940 bis 1946 arbeitete er für die britische Admiralität in Schottland, und setzte nebenbei seine Forschungen und Versuche in Neurophysiologie und Neuropsychologie fort. In dieser Zeit hielt er Vorträge vor der British Association of Scientific Workers, die später die Basis für sein grundlegendes Buch "Body and mature behaviour" (Der Weg zum reifen Selbst / Phänomene menschlichen Verhaltens) wurde. Im gleichen Jahr lehnte er die Gründung eines eigenen Instituts in London aus Mitteln privater Spender ab. Er entschied sich stattdessen, nach Palästina zurückzukehren, um am Aufbau des neu gegründeten Staates Israel mitzuhelfen. Er arbeitete dort zunächst in einem Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums, ab 1952 widmete er sich jedoch ganz der Ausarbeitung seiner eigenen Methode. Ab Ende der 60er Jahre bildete er die ersten Generationen von Feldenkrais-LehrerInnen aus. Bis zu seinem Tod 1984 unterrichtete er an der Universität in Tel Aviv und an verschiedenen Universitäten in Frankreich, England und den USA.

 

Organismisches Lernen

Organismisches Lernen liegt in der Natur des zentralen Nervensystems. Hauptsächlich in der Gehirnrinde finden effektives Lernen und Bewusstwerdung statt. Das Gehirn braucht vom Körper gute Bedingungen, um effizient lernen zu können. Zu Lernen ist fürs menschliche Gehirn und die menschliche Psyche lebensnotwendig und von der Geburt bis zum Tod ein nie endender Prozess - dies im Unterschied zum Tier. Fast alle Tiere haben einen genetischen Bauplan, der die Ausformung der Nervenzellverschaltungen in ihrem Gehirn sehr genau lenkt und organisiert. Ihr Gehirn ist vorprogrammiert und das Programm, das sie fürs Überleben brauchen, ist ziemlich bald abgeschlossen. Der Nachteil dabei ist, dass sie im Laufe ihres Lebens kaum noch etwas Neues dazulernen können. Beim Menschen ist es genau umgekehrt: Es gibt bei der Geburt wenig Vorgefertigtes und dafür ein ungeheures Lernpotential, das für ein paar Leben ausreichen würde. Selbst Größen wie Einstein konnten nur einen kleinen Teil ihres Gehirns nutzen.
Der Mensch ist nach Feldenkrais optimal zu lebenslangem Lernen veranlagt.

Für Feldenkrais ist die Bewusstheit in der Bewegung wichtig. Erst wenn ich mir bewusst bin, spüre und erlebe, was ich tue, habe ich mehr Handlungsfreiheit im Umgang mit mir und dadurch mit der Umwelt. "Erst wenn du weißt, was du tust, kannst du tun, was du willst."
Die Feldenkraismethode ist ressourcenorientiert, nicht defizitorientiert, d.h. hinter jeder Schwierigkeit steckt bei bewusster Wahrnehmung ein Wachstumspotential, das im Idealfall die anfänglichen Defizite nicht nur ausgleicht, sondern den Organismus hinterher zu mehr befähigt als vor dem Auftreten der Schwierigkeit.
80% des Rückenleidens sind nach Feldenkrais beispielsweise eine Störung der Funktion, nicht der Struktur, und eine gestörte Funktion kann nicht nur erneuert, sondern sogar verbessert werden. Eine zerbrochene Struktur hingegen kann nicht erneuert werden, sondern muss operiert werden. In der traditionellen Medizin geht man leider meistens von einer zerbrochenen Struktur aus, was äußere Eingriffe zur Folge hat. Der Patient sollte aufschreien: "Bitte, verstehen sie mich nicht so schnell!"
Alle gesellschaftlichen, kulturell bedingten und persönlichen Disharmonien, wie z.B. Stress und Frust werden auf den Körper abgelegt und belasten das gesamte Nervensystem.
Wir versuchen oft, durch angelernte Verhaltensweisen eigene Disharmonien zu verbergen, aber unser Körper ist erstaunlich aufrichtig und projiziert oft genau das, was wir zu verbergen versuchen.

Eine Zeit lang lebte Feldenkrais neben einer Schweineschlächterei und er musste mit ansehen, wie Schweine täglich geschlachtet wurden. Seither trachtete er danach, alles zu unternehmen, damit ihm in der Gesellschaft nicht etwas Ähnliches geschehe.
Die unorthodoxe und unberechenbare Arbeitsweise von Feldenkrais bestand hauptsächlich darin, dass er alle Einfälle gleich durch praktisches Ausprobieren und Experimentieren in die Tat umsetzte. Beispielweise forderte er mitten in theoretischen Diskussionen mit Physikern diese auf, ihre Krawatten und Jacken auszuziehen, sich auf den Boden zu legen und das soeben Diskutierte einfach auszuprobieren. Das Wichtigste war ihm, nichts unreflektiert hinzunehmen, sondern alles auszuprobieren, zu hinterfragen, aus Fehlern zu lernen, damit jeder seinen eigene Art finde, zu lernen.
Je leichter man sich auf den Boden sinken lassen kann, umso leichter richtet der Körper sich wieder auf. Es sind immer viele Kräfte (allem voran die Schwerkraft), die zusammenwirken. Jeder Körper entwickelt in Beziehung mit der Außenwelt seine eigene Intelligenz und Selbstorganisation. Wer sich in ideale Verhaltensmuster zwingen will, arbeitet gegen das Leben, das immer in Bewegung ist.

Feldenkrais fand es nicht notwendig, dass jeder Mensch seine Methode erlernen müsse, aber er sagte, es müsse doch möglich sein, dass jeder zumindest etwas Eigenes in seinem Leben finde.
Mit zunehmendem Alter wurde Feldenkrais immer einfacher und war immer mehr davon überzeugt, dass man Menschen nur helfen könne, indem man ihnen helfe, ihr Eigenes zu finden, in einer Sprache die sie auch verstehen können.
Als er selbst im hohen Alter einen Gehirnschlag hatte, fing er an, in allen möglichen Schriften und Sprachen seinen Namen und sein Geburtsdatum aufzuschreiben.

Wenn wir den Körper frei lassen würden, würde er sich auf ideale Weise selbst organisieren. "Korrigiere weniger und lass mehr geschehen", war eines seiner Empfehlungen im Unterricht. Einmal kam der damals schon recht alte Kybernetiker Heinz von Foerster in eine seiner Stunden, legte sich auf den Boden und probierte. Feldenkrais schaute eine Zeit lang zu und schrie zu seiner damals in Ausbildung befindenden Gruppe: "Aufhören, hört mal alle auf mit eurer Arbeit und schaut diesem alten Mann zu, der hat alles verstanden." Foerster war von Feldenkraisvorwissen unbelastet und probierte einfach, die Anregungen auf eigene Weise zu nutzen.

In jeder Entwicklungsabfolge wird das, was auf einer bestimmten Stufe ein Ganzes ist, auf der nächsten Stufe Teil eines größeren Ganzen.

Zwei Lernmethoden von Feldenkrais

Die Feldenkrais- Methode, wie auch der personzentrierte Ansatz von Rogers, ist eine vorwärts orientierte Sichtweise. Es geht um die Fähigkeit, das eigene Bewusstsein in jede gewünschte Richtung zu lenken, auf die inneren und auf die äußeren Welten zu achten. Eine Orientierung in eine neue Richtung erfordert eine Reorganisierung und Reaktivierung der Einheit des gesamten Systems.

Ganz gleich, vor wie langer Zeit eine Funktion zuerst auftauchte, solange sie überlebt, wird sie immer neu und jung sein, das heißt, sie ist immer ein Prozess, immer in Bewegung und in Veränderung begriffen.
Für seinen Unterricht hat Feldenkrais hauptsächlich zwei Methoden entwickelt, nämlich die Gruppenarbeit: "Bewusstheit durch Bewegung" und die Einzelarbeit "Funktionale Integration"

Bewusstheit durch Bewegung

Bei "Bewusstheit durch Bewegung" werden über verbale Hinweise vom Lehrer Bewegungen erforscht und in ungewöhnlicher Weise zueinander koordiniert, der Bewegungsvorgang wird dabei beobachtet, damit auftretende Bewegungsempfindungen im Zusammenhang wahrgenommen werden können. So entwickeln die Teilnehmenden Bewusstheit über die eigene Selbstorganisation und die oft bisher vernachlässigten Möglichkeiten.
Das Lernen soll in einer absolut freien Atmosphäre geschehen, es ist immer der Schüler, der den Rhythmus, das Lernvolumen und überhaupt über das Ausmaß des Mitmachens entscheidet.
Einmal hatte eine Assistentin von Feldenkrais in ihrer Gruppenstunde in Tel Aviv eine Frau, die regelmäßig während der Stunden schlief. Nach den Ferien war es diese Frau, die sich als erste nach der Fortführung der Gruppe erkundigte. Später erzählte sie ihrer Lehrerin, dass die Feldenkraisgruppe ihr das Leben gerettet hatte, weil sie nur dort schlafen konnte: sie hatte durch einen Anschlag ihre Familie verloren.
Auch Rogers meinte, dass, wenn es in der Gesprächsführung einen Experten gäbe, dies nur der Klient sein könne, denn der weiß am besten, wie es ist, er zu sein.

Bei Feldenkrais wird meistens ein Rahmen, eine Form vorgegeben, und der Schüler entscheidet, was er damit macht. Es kann durchaus vorkommen, dass ein Teilnehmer in einer solchen Gruppe nur das versteht, was er verstehen kann, nicht das, was der Lehrer sagt, und da ist es nach Feldenkrais wichtig, den Schüler nicht zurechtzuweisen oder gar aufzufordern, es "richtig" zu tun, oder "wie die anderen". Feldenkrais hat sein Verhalten in einer solchen Situation in einem Interview folgendermaßen erläutert:
"Ich habe etwas gesagt, eine Anweisung gegeben, und die Mehrheit hat sie auf eine bestimmte Weise befolgt. Aber da ist einer, der hat die gleichen Worte ganz anders gedeutet. Nun ist es möglich, dass er ein Idiot ist und das, was ich gesagt habe, gar nicht verstehen kann. Dann wäre alles in Ordnung. Ich aber glaube, dass er kein Idiot ist, sondern dass er so weit davon entfernt ist, so funktionieren zu können, wie ich es mit meiner Anweisung vorgeschlagen habe, dass er sich gar nicht vorstellen kann, dass ich, was ich gesagt, auch wirklich gemeint habe. Nun haben aber die anderen die Anweisung sinngemäß ausgeführt, und so sagte ich zu ihnen: "Seht einmal, wie es dieser macht. Vielleicht hat er recht, vielleicht sollte man es so machen. Könnt ihr es ihm nachmachen?" Das konnten sie alle. "Könnt ihr es wieder so machen wie vorher?" Auch das konnten sie alle; er aber konnte es nur auf die eine, seine Weise und nicht wie alle andern. Sie also konnten zwischen zwei Handlungen frei wählen, während er zwanghaft handelte und außerstande war, sich zu ändern. Er wusste nicht, was er tat, und er konnte nicht tun, was er wollte. Diese Technik: die andern ihm und ihn den andern zuschauen zu lassen, machte es ihm leichter, sich selbst zu betrachten. Ich konnte ihm nun sagen: "Sie haben es auf Ihre Weise gemacht. Vielleicht haben Sie recht. Aber die andern hier können es so tun wie Sie und sie können es auch anders tun; Sie aber haben keine Wahl, Sie sind ein Computer, während die andern Menschen sind. Die andern hier haben ihren freien Willen, sie können wählen; Sie können das nicht. Sehen Sie jetzt einmal den anderen zu. Sehen Sie was?" Indem er zusah, wie die andern ihn nachahmten, merkte er plötzlich, dass er nicht wusste, was er tat. Kaum hatte er das begriffen, machte er es wie die andern. Zehn Sekunden hatte er zum Lernen gebraucht. Er hatte seine Freiheit der Wahl und seine menschliche Würde wiedererlangt." (Feldenkrais 1987a, S. 173f.)

Die Funktionale Integration

Der Einzelunterricht "Funktionale Integration" findet überwiegend als nonverbaler Dialog zwischen Lehrer und Schüler statt, wo der Lehrer den Schüler berührt. Die Berührung geschieht ein bisschen wie ein Partnertanz. Die Aufmerksamkeit beim Lehrer und Schüler ist ganz auf das innere Bewegungsempfinden gerichtet. Neue Bewegungserfahrungen können so aufgenommen und integriert werden. Das vorhandene Bewegungsrepertoire wird erweitert, unnötige Schmerzen können sich auflösen oder vermindern, damit sich eigene Handlungsfähigkeit wieder in einem erweiterten Selbstbild weiterentwickeln kann.
"Funktionale Integration" wendet sich an die ältesten Teile unseres sensoriellen Systems, die auf Berührung reagieren: auf die Empfindungen von Zug und Druck, auf die Wärme der Hand und ihre Streichelbewegung. Die im wörtlichen Sinn be-handelte Person spürt zunehmend die sich verringernde Muskelspannung, das Tieferwerden des Atems und seine Regelmäßigkeit, Wohlbehagen im Unterleib, den besseren Kreislauf in der sich weitenden Haut, und sie wird von diesem Empfinden eingenommen. Sie spürt ihre primitivsten, d.h. entwicklungsgeschichtlich ursprünglichen, vom Bewusstsein vergessenen Verhaltensschemata und erinnert sich des Wohlgefühls eines heranwachsenden kleinen Kindes" (Feldenkrais 1987a, S. 179)

Anwendung der Feldenkrais- Methode

Es gibt fast keine Bereiche mehr, wo diese Methode noch nicht erfolgreich angewandt, erforscht und empirisch untersucht, ausgewertet und in Beziehung gesetzt wurde mit anderen Methoden und Ansätzen.
Eine erst kürzlich erschienene Informationsbroschüre "Die Feldenkraismethode im medizinischen Kontext" (Ergebnisse aus Forschung und Praxis für Patienten, Angehörige, Ärzte, Krankenkassen) von der Feldenkrais-Gilde Deutschland e.V. herausgebracht) bringt einige interessante Informationen und Forschungsergebnisse dazu, wo die Feldenkraismethode angewandt wurde.

Beschwerden im Rücken mit Bewegungseinschränkungen und Schmerzen
Schnelle Ermüdungserscheinungen bei eigentlich gewohnten Tätigkeiten wie Arbeiten am Schreibtisch, Hausarbeit, Spaziergänge usw.
Zustand nach Bandscheibenvorfall
Starke Bewegungseinschränklungen im Hüftgelenk, häufig mit Schmerzen verbunden
Skoliose von leichter bis sehr starker Ausprägung
Schmerzen in den Knien und Füßen
Schulter -Nackensyndrom mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen
Steifheit im Schultergelenk
Kopfschmerzen
Anspannung im Kiefergelenk, Zähneknirschen, Schmerzen beim Kauen und Sprechen
Psychosomatische Störungen, die sich auch durch erhöhte Spannung im muskulösen Bereich zeigen
Stärkungen der Koordination im Bewegungsablauf und im Körpergefühl nach z.B. Operationen, Verletzungen oder Amputationen, bei denen die Bewegung über längere Zeit nur begrenzt möglich war, oder bei denen Bewegungsabläufe mit verändertem Körperzustand neu gelernt werden müssen.
Entwicklungsstörungen bei Kindern
Prävention bei einseitigen Bewegungsanforderungen am Arbeitsplatz
Beschwerden des Bewegungsapparates und Schmerzproblematik
Rehabilitation neurologischer Störungen, wie MS, Parkinson oder Schleudertrauma, Begleitung von Psychotherapien bei psychosomatischen Störungen.
Bei der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit im künstlerischen Bereich
Bei Klienten mit Nacken- und Schulterbeschwerden wurde beobachtet, wie Bewegungseinschränkungen deutlich reduziert wurden, wie sich die Eigenwahrnehmung und Bewusstheit für motorische Selbststeuerung entwickelte.
Bei Rehabilitation von schwer Schädel-Hirn-Verletzten und Schlaganfall-Patienten konnte mit Hilfe von Einzelsitzungen in "Funktionaler Integration" der geschädigte Organismus zwar nicht mehr Zerstörtes im Gehirn aufbauen, aber Ähnlichkeiten des Zerstörten in seinen sinnlichen Wahrnehmungen und Bewegungen entdecken, diese neu ordnen und dadurch erreichen, dass sie die Funktionen der zerstörten Teile übernehmen. Durch einfühlsames Wiederholen und Variieren funktionaler Bewegungsabläufe lernen die Patienten, ihr Körperempfinden wieder mit ihrer Orientierung im Raum zu verbinden.
Bei neurologischen Störungen zeigte sich keine Veränderung im neurologischen Befund, aber im Bereich der Bewegungsentwicklung und Bewegungsqualität wurde eine deutliche Verbesserung festgestellt, im psychologischen Bereich eine bessere Selbstakzeptanz und ein größeres Selbstkonzept. Die TeilnehmerInnen an Feldenkraissitzungen und Kursen wurden auch fähiger, notwendige Ressourcen zur Bewältigung ihrer Krankheit zu erschließen und zu nutzen.
In der Arbeit mit geistig Behinderten und Lebensbehinderten geht es ums Spüren, wie das Bewegungsvermögen durch organisches Lernen verbessert wird. Dadurch ändern sich auch alle anderen Lebensbereiche mit: Es verbessern sich u.a. Selbstregulation, Lernmotivation und Konzentrationsfähigkeit, sowie die soziale Kompetenz untereinander. Über motorische Bewegung können auch geistige Fähigkeiten, die auf der Bewusstseinsebene oft gar nicht da sind, signifikant verbessert werden.
Bei Kindern mit Teilleistungsstörungen und Wahrnehmungsstörungen war die Integration der sensormotorischen Funktionen oft Voraussetzung für kreatives Handeln.
Eine unausgereifte motorische Entwicklung kann den Menschen oft das ganze Leben begleiten und kann Unsicherheiten in höheren menschlichen Funktionen zur Folge haben. Deshalb ist es so wichtig darauf zu achten, dass sich die Kindheitsentwicklung unter guten Bedingungen entfalten kann. Heute wird die Feldenkraismethode schon im Kindergarten und in der Schule unterrichtet. Die soziale Interaktion bekommt in Gruppen größere Bedeutung. Die Übungen werden so aufgebaut, dass sie von einfachen zu schwierigeren gesteigert werden und dass immer ein positiver Lernerfolg erzielt wird.
Bei Geburtsvorbereitung
Bei allen psychosomatischen Störungen
Bei Essstörungen
Bei Krebs-Betroffenen wirkte sich diese Arbeit positiv auf das Körperbild, das örperkonzept, die Körperwahrnehmung und das Bewegungsempfinden sowie auf die Lebensqualität aus
In der Kunst gibt es kaum noch eine Schauspiel oder Stimmbildungsschule die nicht mit Elementen aus der Feldenkraisarbeit arbeitet.

Meine persönliche Bibliographie zu diesem Themenbereich:

Feldenkrais, Moshé: Abenteuer im Dschungel des Gehirns. Der Fall Doris, 1981, Suhrkamp st 663, ISBN 3-518-37163-0
Feldenkrais, Moshé: Bewusstheit durch Bewegung. Der aufrechte Gang, 1996, Suhrkamp st 2638, ISBN 3-518-39138-0
Feldenkrais, Moshé: Die Entdeckung des Selbstverständlichen, 1987, Suhrkamp st 1440, ISBN 3-518-37940-2
Feldenkrais, Moshé: Die Feldenkrais-Methode in Aktion. Eine ganzheitliche Bewegungslehre, 1990, Junfermann, ISBN 3-87387-019-3
Feldenkrais, Moshé: Das starke Selbst. Anleitung zur Spontaneität, 1992, Suhrkamp st 1957, ISBN 3-518-38457-0
Feldenkrais, Moshé: Der Weg zum reifen Selbst. Phänomene menschlichen Verhaltens. Hrsg. Robert Schleip, 1994, Junfermann, ISBN 3-87387-126-2
Thomas Hanna: Das Geheimnis gesunder Bewegung. Wesen&Wirkung Funktionaler Integration. Die Feldenkrais-Methode verstehen lernen. Junfermann Verlag Paderborn 2003 ISBN 3-87387-113-0
Thomas Hanna: Beweglich sein - ein Leben lang. Die heilsame Wirkung körperlicher Bewusstheit. Mit einem Übungsprogramm. Kösel. ISBN 3 - 466 - 34240 - 6
Ruthy Alon: Besser leben ohne Rückenschmerzen. Bewegung im Einklang mit der Natur. Feldenkrais-Lektionen I. Junfermann Verlag Paderborn 2000 ISBN 3- 87387-073-8
Ruthy Alon: Besser leben ohne Rückenschmerzen. Bewegen in Einklang mit der Natur. Feldenkrais-Lektionen II. Junfermann Verlag Paderborn 2003 ISBN 3-87387-128-9
Frank Wildman: Feldenkrais Übungen für jeden Tag Fischer ISBN 3- 596-12489-1
Ruthy Alon / Fi Masterclass / Jahr 1 Differnzierung versus Integration
Ruthy Alon, April 2004, Wien Ausrichtung der Wirbelsaule
Feldenkraiszeit Journal für somatisches Lernen, Dialog 2
Bewegung als Lernmodell von Chava Shelhav (Skriptum 2000)
Feldenkrais-Network International Jahrestagung 2004 über "Bewusstsein" Vortag des Hneurophysiologen Dr. Werth (Uni München)
"Bones for Life" - "lebendige Knochen" Band I / Band II / Band III (2000) Broschüren
Die Feldenkrais-Methode / Bewusstheit durch Bewegung DR. MOSHE FELDENKRAIS IN DER ALEXANDER - YANAI - STRASSE, aus dem Englischen von Uta Ruge Band 1 Heft 1 Lektionen 1 - 25 ISBN 3 - 937886-01-X
Joachim Bauer: WARUM ICH FÜHLE, WAS DU FÜHLST - Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone (Hoffmann und Campe) 8. Auflage 2006 ISBN (10) 3-455-09511-9
Chava Shellhav-Silberbusch: Bewegung und Lernen Die Feldenkrais-Methode als Lernmodell Verlag modernes Lernen - Dortmund ISBN 3-8080-0441-X
Feldenkrais-Projekt an der Schule für Geistigbehinderte, Alfter - Ein Lernmodell- 1996
Körperausdruck Moshe Feldenkrais Bibliothek der Feldenkrais-Gilde e.V. Nr1 1987
David und Kaethe Zemach-Bersin/Mark Rees: Gesundheit und Beweglichkeit Kösel ISBN 3-466-34276-7
Christion Ankowitsch: Generation Emotion - die Zukunft der Gefühle und wie sie uns steuern Berliner Taschenbuch Verlag ISBN 3-442-76112-3
Barbara Zaruba / Sonja Wierk: Dem Leben wiedergegeben - erfolgreiche Selbsttherapie bei Bewegungsstörungen wie Schlaganfall, Parkinson, MS und ähnlichen Erkrankungen Herbig ISBN 3-7766-2294-6
Chava Shelhav und Dalia Golomb: Die Entdeckung der inneren Ordnung - 18 Lektionen auf der Grundlage der Feldenkrais-Methode - Copyright der deutschen Ausgabe: Feldenkraiszentrum - Chava Shelhav
Peter Jacoby: die eigene Stimme finden, timmbildung durch organisches Lernen Verlag DIE BLAUE EULE Essen ISBN 3-89206-098-3
Nascere Spina Bifida EDIZIONI CEDIV
Ursula Wiese: Leben mit Multipler Sklerose Karl F. Haug Verlag GmbH ISBN 3-7760-1360-5
Ruth C. Cohn: Lebendiges Lehren und Lernen. TZI macht Schule ISBN 3-608-95547-X
Daniel Golemann: EMOTIONALE INTELLIGENZ dtv ISBN 3-423-36020-8
Gerald Hüther: Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn Vandenkoeck & Ruprecht ISBN 3-525-01464-3
Gerald Hüther: Biologie der Angst - wie aus Stress Gefühle werden Sammlung Vandenhoeck ISBN 3-525-01439-2
Karl Gebauer / Gerald Hüther: Kinder suchen Orientierung - Anregungen für eine sinn -stiftende Erziehung Walter ISBN 3-530-49136-6
Charles Darwin: Die Abstammung des Menschen Fischer ISBN 3-596-50900-9
Fritz B. Simon: Meine Psychose, mein Fahrrad und ich - zur Selbstorganisation der Verrücktheit Carl-Auer-Systeme Verlag ISBN 3-89670-186-X
Manfred Spitzer: Geist im Netz Modelle für Lernen, Denken und Handeln Spektrum ISBN 3-8274-0572-6
Antonio R. Damasio: Ich fühle, also bin ich - die Entschlüsselung des Bewusstseins ISBN 3-548-60164-2
Lise Eliot: Was geht da drinnen vor? Die Gehirnentwicklung in den ersten fünf Lebensjahren Berlin Verlag ISBN 3-8270-0204-4
Gehirn&Geist - Licht für die Seele, Magazin für Psychologie und Hirnforschung Spektrum der Wissenschaft
Gerhard Roth: Das Gehirn und seine Wirklichkeit - Kognitive Neurobiologie und ihre philosophischen Konsequenzen suhrkamp taschenbuch wissenschaft ISBN 789-05-04030201
Gerhard Roth: Fühlen, Denken, Handeln - wie das Gehirn unser Verhalten steuert Suhrkamp 456-0605040302
Dore Jacobs: Die menschliche Bewegung Kallmeyer ISBN 3-7800 6038 8
Elsa Gindler - von ihrem Leben und Wirken "Wahrnehmen, was wir empfinden" Christians ISBN 3-7672-1398-2
Gesundheit - Lernen - Kreativität Alexander - Technik, Eutonie Gerda Alexander und Feldenkrais als Methoden zur Gestaltung somatopsychischer Lernprozesse Verlag Hans Huber ISBN 3-456-83408-X
Mark Reese: Moshe Feldenkrais'Arbeit mit Bewegung, Milton Erickson´s Hypnotherapie, Parallelen / Teil I Bibliothek der Feldenkrais -Bilde e.V. Nr.6
Mark Reese: Feldenkrais´Arbeit mit Bewegung, Milton Erickson´s Hypnotherapie, Parallelen / Teil II Bibliothek der Feldenkrais - Gilde e. V. Nr.7
Die Lehrgeschichten von Milton H. Erickson, herausgegeben und kommentiert von Sidney Rosen iskopress ISBN 3-89403-424-6
Milton H. Erickson / Ernest L. Rosse: Der Februar- Mann, Persönlichkeits-und Identitätsentwicklung in Hypnose JUNFERMANN ISBN 3-87387-033-9
Jefferey K. Zeig (Hrsg.): Meine Stimme begleitet Sie überallhin - ein Lehrseminar mit Milton H. Erickson Klett-Cotta ISBN 3-608-95015-X
Moshe Feldenkrais: KÖRPER - GEIST - BEZIEHUNGEN Bibliothek der Feldenkrais-Gilde eV. Nr.4
Über Bewusstsein, Gedächtnis, Sprache und Magie Bibliothek der Feldenkrais-Gilde e.V. Nr. 11
Heinz von Foerster: Ethik und Kybernetik zweiter Ordnung Bibliothek der Feldenkrais-Gilde e.V. Nr.9
Mabel Todd: Der Körper denkt mit Anatomie als Ausdruck dynamischer Kräfte Verlag Hans Huber ISBN 3-456-83563-9
Spektrum der Wissenschaft: Verständliche Forschung Gehirn und Nervensystem ISBN 3-922508-21-9
Spektrum der Wissenschaft: Verständliche Forschung Gehirn und Kognition
Das Magazin für Psychologie und Hirnforschung Spektrum Gehirn & Geist Rätsel Bewusstsein
Carl Ginsburg: Feldenkrais und Wittgenstein Rundbrief III. Herbst 1998
Wittgenstein: Tractatus logico-philo-sophicus suhrkamp taschenbuch wissenschaft ISBN 3-518-28101-1
Heinz von Foerster: KybernEthik Merve - Verlag Berlin ISBN 3-88396-111-6
Roger Russel: Dem Schmerz den Rücken kehren, die Feldenkrais-Methode in der Praxis Junfermann ISBN 3-87387-537-3
Die Feldenkrais-Methode im medizinischen Kontext - Ergebnisse aus Forschung und Praxis Feldenkrais-Gilde Deutschland e.V.März 2003
Peter Sloterdijk: Weltfremdheit edition suhrkamp 78910 - 02
Albert Camus: Der erste Mensch ro ro ro ISBN 3-499 23187 5
Stans Lutz: Der Circusclown ISBN 3 90 6262 131 7
Alessandra Galante Garrone: Alla ricerca del proprio clown la casa USHER 1980
Tristan Remy: Arrivano i Clowns Edizioni il formichiere Copyright 1974


In meiner Feldenkraisarbeit ist der personenzentrierte Ansatz nach Rogers, wo auch das persönliche Gespräch seinen Raum hat, immer bzw. je nach Notwendigkeit präsent.