Wintermärchen
ein e-mail-
Comic in Fortsetzungen
von
Danielsupersoft

Dies ist ein Wintermärchen. Pokemons haben hier rein gar nichts
verloren!!!
(Verflixt und zugenäht!!!)
Also
nochmals: Wintermärchen
ein e-mail-
Comic in Fortsetzungen
von
Danielsupersoft

Siebter Teil
Die
Krankenschwestern

Nach einigen
Tagesmärschen (das Mädchen schlief auf dem Rücken der wandernden Kühe und trank
deren Milch) kommen Huh, Wuh und Muh in ein heiteres,
grünes Tal, wo fröhliche Menschen in
bunten Häusern leben. Segelboote fahren den Fluss, der hier nicht mehr vereist
ist, hinauf und hinunter.
„Hier will
ich bleiben“, ruft das Mädchen und springt von Wuh
herab.
Die 3 Kühe
ziehen weiter, das Mädchen aber geht durch die Stadt direkt zum Marktplatz und
freut sich am bunten Treiben dort.
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Ich kann nichts kaufen – ich habe kein Geld. |
„O ja, danke!
Ich bin wirklich sehr hungrig.“
Na, mein Kind – wo gehörst du denn
hin?


„Und wie bist
du hier her gekommen?“
Das Mädchen
erzählt alles ganz, ganz, ganz genau. Trotzdem stellt die alte Frau immer noch
genauere Zwischenfragen. Dabei schaut sie ernst, aber nicht streng.
Das Mädchen
erzählt und erzählt, und es tut gut, alles, was bisher geschehen ist, in Worte
zu fassen. Als sie fertig ist, sagt die alte Frau freundlich: „Komm mit, ich
will dir etwas zeigen. Du kannst bei mir zu Hause bleiben!“
„Nein“, sagt
das Mädchen, „ich traue niemandem mehr.“
„Schade“,
sagt die alte Frau und geht weg, ihre Handtasche unterm Arm.

Das Mädchen
will der alten Frau eigentlich folgen, aber es wartet zu lange und kann dann
die alte Frau in der Menge nicht mehr finden. Also geht das Mädchen den Markt
hinauf und hinunter und lässt sich von manchen sehr freundlichen Verkäufern
einige Kleinigkeiten zum Essen schenken.
Dann aber, es
ist schon spät geworden, schließen die Läden, einer nach dem anderen, und das
ganze Marktgelände ist plötzlich wie ausgestorben.
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Das Mädchen
ist sehr müde und die Füße werden ihm schwer. Da sieht es plötzlich zwischen
zwei geschlossenen Ständen…

…ein sauber
eingebettetes Bett mit Kopfkissen und Federbett. „Wie lange habe ich nicht mehr
in einem richtigen, weichen Bett geschlafen! Aber halt! Es ist sicher eine
Falle – andererseits bin ich soooo müde – ich lege
mich einfach probeweise hinein – nur ganz kurz.“
Kaum hat sich
das Mädchen unters Federbett gekuschelt, ist es auch schon eingeschlafen.

Als es die
Augen wieder aufmacht, steht die Sonne schon hoch am Himmel, und zwei fremde
Frauen lächeln das Mädchen an.
„Wir sind die
beiden Töchter der alten Dame, die du gestern auf dem Markt hier kennen gelernt
hast. Sie riet uns, hier dieses Bett aufzustellen – und der Plan hat geklappt.“
Beide Frauen
lachen vergnügt, „wir arbeiten im Krankenhaus als Krankenschwestern und müssen
dir unbedingt etwas zeigen. Danach bekommst du ein gutes Mittagessen, und dann
sehen wir weiter. Willst du mit uns kommen?“
„Ja“, sagt
das Mädchen, „jetzt komme ich mit“, und es folgt den beiden Krankenschwestern
ins Krankenhaus.

Das Pferd
erlitt einen Skiunfall. Es brach sich zwei Beine. Als die Krankenschwester
fragte, wie denn ein Pferd zu Skiern käme, hat es vom Mädchen aus Göttingen
erzählt.
Und als die alte Frau, die Mutter der beiden Krankenschwestern,
das Mädchen traf,
vermutete sie gleich, dass
das dasselbe
Mädchen aus Göttingen sein könnte.

„Göttingen
ist in Deutschland. Das weiß doch jeder!“
„Hier in der
Provinz von Zappering gibt es keine Landkarten – in
der ganzen Umgebung nicht. Nur das Pferd kennt den Weg zurück zu dir nah Hause.
Es ist auch bereit, dich zurückzubringen, denn es sieht ein, dass Skifahren
doch nicht das Richtige ist für ein Pferd, aber zuerst muss seine Gesundheit
wieder hergestellt sein.“
„Wie lange
soll denn das dauern?“
„Zwei bis
drei Wochen mindestens.“
„Und was soll
ich die ganze Zeit über machen?“
„Du kannst
bei uns wohnen.
„Ja, sehr gerne sogar.“
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Das Haus der
Krankenschwestern hat ganz hohe
Räume. Innen ist es dunkel
und geheimnisvoll. Das Mädchen
lebt dort für fast einen ganzen
Monat. Es hat ein eigenes Zimmer
und einen eigenen Zimmerschlüssel.
Es schläft alleine in einem riesengroßen, quietschenden Bett. Wenn es am Morgen |
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Dann steht es auf, zieht sich an und spaziert durch die bunte Stadt. Alle Leute grüßen freundlich. Zu Mittag kommt es wieder zurück. Oft steht das Mittagessen schon auf dem Tisch, oft aber haben beide Krankenschwestern Dienst und das Mädchen kocht sich selbst etwas. Dann kommt es sich ganz erwachsen, aber auch ein bisschen einsam vor. |
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Am Ende des
Monats hat das Mädchen die ganze Stadt so oft gesehen, dass es sie in- und
auswendig kennt. Sie hat es satt, fast jeden Tag alleine zu sein. Endlich ist
das Pferd genesen.
Mit einem
Sack voller Vorräte sitzt das Mädchen auf dem Pferd und bedankt und
verabschiedet sich bei den Krankenschwestern. Dann reiten sie los.

„Und? Wohin
soll ich dich bringen? Willst du zurück nach Göttingen?“
„Ach was!
Reiten wir in die Gegenrichtung, immer gerade aus!“