Die beiden Autoren Guido Moser und Daniel Oberegger
haben sich für 10 Tage im Sommer im Karnutschhaus, Stilfser Brücke
23a zurückgezogen. Während dieser Zeit wurde ein Hang vor
dem Haus gesichert. Es entstanden die zwei unabhängigen Geschichten:
"Afrika in Stilfser Brücke 23a" von Guido, in
einer bedingungslos subjektiven Sichtweise. Es geht um eine unmögliche
Liebesgeschichte, um Lebensformen in einem engen Tal mit Krisen und
am Ende mit einer unerwarteten Einsicht zum verborgenen Glück.
Die Hangsicherung bei Regen - Arbeit am Hang ist der verbindende
Teil zwischen den beiden Geschichten.
"Die Wut des Dragozeck von Prodrimir" von Daniel, eine
Zukunftsvision. Die anatomisch genau festgehaltene und gelebte Wut der
Ohnmacht in einer unverständlichen Welt. Der Autor tritt manchmal
aus der Geschichte heraus, um persönliche Kommentare zur Hangsicherung
und zur Wut abzugeben.
In der Focusing-Theorie Nr. 1 und 2 zu Afrika in Stilfser Brücke
wird untersucht, wie es zum verborgenen Glück kommt.
Lesungen können bei den Autoren angefordert werden:
Handy: 3496187930
Tel: 0471 285585
Zur Hangsicherung bei Regen gibt es
hier einen Link zum Tagesreport des Klosterlebens, in Text und Bild
dokumentiert.
Mein Buch "Irsassarrisar"
ist im Projekte- Verlag erschienen!
"Lassen Sie sich nicht
ablenken", lautet die Devise, doch das ist nicht immer einfach,
denn wer oder was ist Irsassarrisar? Eine
böswillige, geheime Organisation, die den Treibhauseffekt für
ihre finsteren Machenschaften ausnützt? Eine weitere Ablenkung?
Oder nur ein neues Bindewort? Die Journalistin vermutet, daß
auch der Meteorologe, ein Freund des feuerspeienden
Drachen Hartwig Gottibald von Feuerstein,
mit Irsassarrisar unter einer Decke steckt.
Ob der Japaner die steile Treppe zu den Kuppeln des Glaubens erklimmen
wird? Der Wasserbüffel wird es niemals schaffen, denn er ist langsam
und schwer, und Hugos Feuerwerk am Anfang der Treppe würde ihn
wohl immer und immer wieder erschrecken, er würde ausrutschen,
hinunterfallen und niemals weiterkommen. Oder ist alles nur symbolisch?
"Ist denn eine so steile Treppe zu den drei Weisen, die oben bei
den Kuppeln des Glaubens auf der Terrasse sitzen, überhaupt nötig?",
fragt der Schweizer Bildhauer Tinguely die
beiden wuscheligen Walrosse, die philosophierend bei einer Tasse Tee
sitzen und den Walroßscherer fragen, wofür er ihre Walroßwolle braucht.
Ja, Hier gibt es was zu denken, Leute! Hier können uns auch die
Knochen des von den Geiern abgenagten Boß,
der sich aus Gram über die Absurdheit
der Situationen, in die er sich hineingestellt sieht, erschossen hat,
keinen Rat.
"Für eine Drachenschwanzwärmer", lautet natürlich
die richtige Antwort, doch es ist fraglich, ob der mutige Leser sich
auch davon nicht ablenken läßt.
"Natalie im Land der
Farne", 3000-seitiger Roman in 4 Bänden:
So wie die Welt, vernetzt, komplex, skurril und überraschend,
ist auch dieser Roman, den man beim Autor kaufen kann (80 Euro pro
Band, weil selbst fotokopiert und handgebunden, alle vier Bände
kosten also 320 Euro, wiegen 8 1/2 Kilo, und damit sind gerade die
Herstellungskosten gedeckt) oder in der Tessmann- Bibliothek ausleihen, oder Daniel Oberegger besuchen
gehen und dort lesen. Auch Guido Moser hat ein Exemplar in Stilfser Brücke.
Um ihrer Mutter zu entkommen, fährt Natalie nach Wien und studiert
bei Professor Paule die Farne. Diese Flucht wächst sich in ein
die ganze Welt mitnehmendes Chaos aus. Die Mutter schickt Natalie
ihre Großtante Juventia, Äbtissin aus Norwegen, hinterher. Zugleich
mit dieser treten auch russische Geheimagenten in Natalies Leben,
die für ihren General Michail MichelajowichMicholopowsky eine mechanische Fliege verfolgen, welche Juventia in Natalies Studentenwohnung versteckt hat.
Die Mutter läßt nicht locker:
Sie hofft auf die Heirat Natalies mit dem Farnsuppenfabrikanten Mister
Moritz, dessen Suppe jedoch nur als Klebstoff taugt. Natalie weiß
auch diese Gefahr abzuwenden und bekommt sogar eine Audienz beim Kaiser
im Land der Farne. Zusammen mit dem Zeitforscher Ivan und mit Professor
Paule entdeckt Natalie über die beiden Mönche Jingel
und Jangel, daß das Land der Farne
durch ei-nen Zauberbann von der Menschenwelt
getrennt war, der nun, nach 9000 Jahren, zu wirken aufhört.
Um zu verhindern, daßFarnien
durch sein plötzliches Auftauchen die Menschenwelt entzweireißt,
wird die Oper "das rosarote Plüsch-huhn"
aufgeführt, bei der der 9000 Jahre alte Zauberbann erneuert werden
soll und Natalie, um endgültig dem Chaos der Menschenwelt zu
entrinnen, ins Land der Farne zieht.
"Die 4 Könige"
ist ein Märchen für Erwachsene, 216 Seiten:
Der ideale Leser dieser Geschichte sagt nicht: "Was soll ich
mit diesem Rankengewirr, diesen vielen absurden Dingen anfangen?",
sondern er geht zu seinem Chef sofern er nicht selber ein Chef ist,
und sagt: "Ich brauche einen Monat Urlaub, denn ich muß
die Geschichte von den vier Königen lesen." Da der Chef
eines idealen Lesers natürlich ein idealer Chef ist, wird er
diesen Urlaub sicherlich gewähren.
"Die vier Könige", eine Geschichte, so romantisch wie
Douglas Adams, so absurd, wie Hölderlins "Hyperion"
und so spannend wie eine Wanderkarte vom Mittelteil der Sahara, ein
vielfältiges Buch mit Bildern und weitverzweigten,
unerwarteten und queren Verknüpfungen zwischen Bekanntem und
Unbekanntem, Albert Einstein, Venedig, dem Räuberhauptmann Ali,
Janaceck und den beiden Pinguinen Rudolph
und Balduin, erzählt, wie die vier Könige ihr Schloß
verlassen.
Hinter dem Grenzfluß kommen sie in
die Stadt Kriterium, in der sich Alphabeten und Gammedelten
in den Haaren liegen, bis die Schneider eine geniale Idee haben. Der
grüne Frühlingskönig tauscht frohgemut sein Land gegen
eine Drehleiher ein, der Dichter sucht die Prinzessin Annabella,
die wie die Venus von Botticelli aussieht und schließlich bei
einem Schönheitswettbewerb gegen das kosmische Gebilde Objetd'Art verliert, obwohl alle Kommissionsmitglieder
sie für viel schöner halten, das Orchideenduo gibt ein großartiges
Konzert, der Cellist Maximilian Reutter produziert mit Steven Spielberg
den Film "Seid erschütterbar", und auch sonst geschieht
stets das Undenkbare.
Der blaue Winterkönig des Nordens aber sagt streng: "Was
man nicht denken kann, das kann man auch nicht sagen."
"Ich kann jede Geschichte erzählen", entgegnet der
Dichter trotzig, "und bevor man sie nicht gelesen hat, weiß
man nicht, was man alles versäumt, sonst würde sie jeder
lesen."