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Aktualisiert am 12. September 2007

Neues Projekt, in Zusammenarbeit mit Manuela Kerer:
"DIE PROZESSION DER KÄFER"

Oper für Sopran, Sprecher, Streichquartett
und zwei Komponisten


Ich bin einer der Komponisten der trikordalen Schule,
komponiere aber oft genug mit allen möglichen anderen Techniken
für Instrumente aller Art.

Wer neugierig ist, was trikordale Musik ist, kann hier klicken (achtung, ziemlich theoretisch).

2005 habe ich "Die Fröhlichkeit des Bkojab Jakoab" komponiert, eine trikordale Oper, in der ich alle Stimmen mit einem Mikrophon in den Computer einsinge, begleitet von selbst gespielten und elektronischen Klängen. Mehr zu dieser Oper.

Begründer und Erfinder der trikordalen Musik und mein grosser Freund und Kompositionsmeister ist Francesco Valdambrini. (Hier finden sich auch einige Hörbeispiele seiner Musik)

Meine Kompositionen erscheinen im edizioni ARCA MUSICA edition- Verlag
in Trient.

Wer will, kann sich hier auch kurze Ausschnitte meiner Kompositionen anhören,
sie sind im mp3- Format:

Am Sonntag, den 5. November 2006 wurde um 10:30h im Bozner Konservatorium "Claudio Monteverdi" meine trikordale Komposition "Steigender Augenblick" für Klarinette und Streichquartett uraufgeführt.
Hörbeispiel mp3

Aus dem "Ritrovare für 10 Spieler" (mp3, 784k) (Fl, Ob, Kl. in B, Fg, Hrn, Tr.inB, Pos, 2Schlgw: 1.: 2Becken, Trm.m.S, Tom t, 2W-blk, Türgeläut, Maracas, Gr.Trm. 2.: 2Becken, Triangel, Trm.o.S, 2W-blk, 5Tmp.blk, Cinellen, Cencerros, Sistrum, Tam-t. Kb), das ich im Großen Sendesaal des "ORF- Studio Wien" am 5. März 1998 selbst dirigiert habe, "die reihe"- Ensemble. (Trikordale Musik)

Ausschnitt aus dem Marianelied "Welch ein Tag!" (mp3,1020k) für Alt, Piccoloflöte und Baßklarinette (Trikordale Musik)
Welch ein Tag! Ein Flugzeug stürzt ab. Alle retten sich mit Fallschirmen. Ein Bus hält, ein Zug fährt vorüber, Marianne breitet die Milchstraße darüber.

Aus "Rudolph und Balduin" (mp3, 463k) für Geige und Klavier (auch trikordal)

Aus "Pinguini" (mp3, 772k) für Kammerorchester und mechanisches Klavier

Das Puddinglied (mp3, 853k) aus den "Wohnungsliedern", nicht trikordal, dafür mit (selbstgemachtem) Text zum Mitschauen:

Heute gibt's Pudding!
Auf der Packung steht: "Drei Eßlöffel Zucker mit Puddingpulver in den Topf. Milch unter ständigem Rühren hinzugeben."
Auf der Milch, da steht: "In den Falz greifen, auseinanderziehen"- danebengeschlatzt
Knöllchen vermeiden, rühren, rühren...
Knöllchen zerdrücken, rühren, rühren...
Jetzt - jetzt kocht der Pudding, ich werde ihn rühren, bis er fertig ist.
Jetzt ist er fertig. Nun in die Form gegossen.
Stehenlassen bis er abkühlt.
Jetzt ist er kalt, stürzen.
Was klirrt denn da?
Meine Brille! Wie ist sie in den Pudding gekommen? In die Waschmaschine damit!
Jetzt werde ich den Pudding essen. BÄÄÄH!
Versalzen.
Die drei Löffel waren zuviel; oder ist die Milch sauer gewesen?
Hätte ich ihn nicht anbrennen lassen, hätte er sicher gut geschmeckt.

 

Hörbeispiele aus der Oper "Die Fröhlichkeit des Bkojab Jakoab"

 

Vertonte Gedichte von Trude Saltuari:

Pechmarie und Goldmarie
(nicht trikordal, 2608k)

Pechmarie und Goldmarie
schließen Frieden beide,
hab ich doch die ganze Welt
so und so im Leibe.

Tanz ich, dreh' ich meinen Weg,
fühle ich mein Leben,
muss ich dir, der ganzen Welt,
alles, alles geben.

Pechmarie und Goldmarie,
wer macht bös und gut?
Wer stellt diese Narrenfrage?
Pech und Gold im Blut

 

Herbstfrau
(nicht trikordal, 2119k)

Fährt der Wind durch dein Haar,
dass Früchte und Blätter fallen,
Herbstfrau.

Durch den steinernen Berg
blickst du blau hindurch,
rostwimpern.

Der Himmel will nisten
in deinem Holzhaar,
Zeitlose.

 

Zottelkirschbaum
(nicht trikordal, 2010k)

Zottelkirschbaum,
wie ist dir, wenn du rot wirst?
Wenn dir der kalte Wind
die Blätter aus der Krone bläst?
Und wenn du dann
nackt dastehst
unterm großen Himmel?

Menschenkind,
wie ist es dir, wenn du weiß wirst?
Wenn die Bilder erlöschen
und du nicht mehr hörst?
Und wenn du dann
nackt daliegst
unterm großen Himmel?

Dann bin ich eins
und bin
der ganze große Himmel
und du,
und fahre auf dem Wind
in roten Herbstbooten
aus deinem gezausten Haupt.

 

Wintermittag
(trikordal, 1399k)

Wintermittag,
deine Füße auf meinem Schoß.
Mein Blick übers Tal
zu Schneezeichnungen
und blauen Schattenfingern.

Wintermittag,
sitz ich am Sonnenbuckel
im graublonden Winterpelz,
Erdentier, Berg.

Dunkle Schwesterseite,
deine blauen Schattenfinger
im weißen Feld.

 

Lärche
(nicht trikordal, 1712k)

Lärche
dein Haar im Wind
ungekämmte Gestalt,
dein Zauselächeln,
du Grüne, uralt.

Zerklüftete Rinde,
gewaltig dein Schuh
Rotholzige Starke
im Tanz du.

Dem Sturm sein Spiel,
dein Rauschen und Wehn -
in deiner Mitten
die Bergfeen.

 

Bin ich Landschaft
(nicht trikordal, 1841k)

Bin ich Landschaft -
aufwärts meine Pfade -
grüssende Bäume, ­
Abgründe ins Blau.
Sternschnuppen zur Mitte.
Grüngesichtiger,
dein flüchtiger Blick
verrückt meine Bahn.
Schwarze Räume -
Haus stürzt -
geh ich grün darüber hin.

Neue Zweige im Wegholz.
Zweigung im Herzen.
Vogel, wann fliegen wir?

 

Herbstkönig
(nicht trikordal, 2601k)

Herrscher Kaiser
noch mittagstrunken
schneegekrönt,
den Apfel in der Hand.

Herrscher Kaiser
wende dich um
Nacht zu,
ihr nächtlicher Reif.

Herrscher Kaiser
dein einsamer Weg
im Weiß -
ins Unsichtbare

 

Blaues Himmelloch
(nicht trikordal, 2808k)

Blaues blaues Himmelloch,
schau ich in dein Wesen doch.

Tanzen Sterne um dein Kleid,
sind wir eine Wesenheit.

Spiel ich mit dir schlafen, wachen,
kann ich weinen, kann ich lachen.

An der Wurzel ein Berühren,
öffnen sich die Herzenstüren.

Liebe Bäume, grünet noch,
blaues blaues Himmelloch.